In eigener Sache 25 Jahre LEO: Erste Ausgabe 1997

25 Jahre LEO: Titelmotiv der ersten LEO-Ausgabe vom 17. April 1997.
25 Jahre LEO: Titelmotiv der ersten LEO-Ausgabe vom 17. April 1997.

Mit Vollgas ins LEO-Zeitalter: Am Donnerstag, 17. April 1997, erschien die erste Ausgabe von „LEO – Das Freizeitmagazin für die Pfalz“ mit 32 prall gefüllten Seiten. Titelmotiv war ein ADAC-Motorradrennen, das damals Premiere in Zweibrücken feierte.

Der erste LEO war für die Leserschaft der RHEINPFALZ etwas Besonderes, erleichterte das neue Magazin die Freizeitplanung doch sehr. Denn dieser LEO bündelte zum ersten Mal Termine, Veranstaltungen, Programme, kurz alle freizeitrelevanten Themen aus und für die Pfalz und deren angrenzende Gebiete, in einem einzigen Magazin.

Adressen aus dem Telefonbuch

Natürlich war auch damals schon aller Anfang schwer. Am Montag, 3. März, also gerade einmal 31 Arbeitstage (Ostern und Wochenenden abgezogen) vor dem ersten LEO-Erscheinungstermin, machte sich eine gerade mal fünfköpfige LEO-Mannschaft an die Arbeit. Weil das Internet – man mag es kaum glauben – damals so gut wie kein Thema war, sammelten und sichteten die einen Telefonbücher aus allen Regionen der Pfalz sowie einschlägige Anzeigen- und Veranstaltungshefte, um einen möglichst großen Pool an Veranstalteradressen und -orten aufzubauen. Die anderen wiederum schrieben, kuvertierten, frankierten und versendeten Hunderte von Briefen mit der Bitte, die LEO-Redaktion mit Terminen zu überschütten.

Premiere mit Katja und Johnny

Und das wurden wir dann zum Glück auch pünktlich zur ersten Ausgabe. So erfuhren die LEO-Leserinnen und LEO-Leser der ersten Stunde etwa, dass Katja Ebstein in Kaiserslautern und Stefanie Hertel in Ludwigshafen singen, „Die Witwe zum grünen Baum“ in Ramstein und „Der gute Mensch von Sezuan“ in Frankenthal spielen, Gerd Dudenhöffer in Neustadt und Christian Chako Habekost in Saarbrücken auftreten. Zudem spukte in der Region „Das Phantom der Oper“, und die Pfalz wurde als „Weinfest-Kulisse“ vorgestellt. In unserer ersten Verlosung ließen wir die Gewinner mit dem Heißluftballon abheben. Und Johnny Depp musste im Kino als „Donnie Brasco“ gegen die Mafia kämpfen.

Für uns stellte sich natürlich die spannende Frage: Wie wird der LEO wohl aufgenommen? Es gab viel Lob: zum Beispiel für die Vielfalt im Blatt, für die Ankündigung von Konzerten, Theaterstücken, Festen oder Märkten aus anderen Regionen, von denen man sonst eventuell nichts erfahren hätte. Und auch Kritik: Denn nicht alle Kinobetreiber schickten uns ihre Programm rechtzeitig, so dass leider noch Lücken im Kinoprogramm zu vermelden waren.

Weiterentwicklung und Verjüngungskuren

LEO hat sich in all den Jahren beständig weiterentwickelt und ist „das“ Freizeitmagazin für die Pfalz. Dann und wann unterzog sich LEO einer optischen Verjüngungskur. Zusätzliche Rubriken wie unsere Szene-Seite, Kolumnen wie „Diehl sieht fern“, Comics wie „Weck, Worscht & Woi“, noch mehr Service und ein dickes, 15- bis 18-seitiges Fernsehprogramm kamen hinzu. Die bisher letzte von uns geplante Weiterentwicklung nahmen wir nach unserer großen LEO-Umfrage im Sommer 2019 vor. Nicht zuletzt auch aufgrund wirtschaftlicher Gesichtspunkte haben wir das TV-Programm für das TV-Magazin „Prisma“ aus dem LEO genommen, um mehr Platz für weitere Veranstaltungen und Service-Seiten zu haben. Natürlich hat auch uns Corona einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Seit mehr als zwei Jahren hangeln wir uns durch Lockdowns ohne Veranstaltungen, durch Veranstaltungszusagen und anschließende Verschiebungen beziehungsweise Absagen.

Doch wir waren und bleiben zuversichtlich, den LEO mit einem sich füllenden Veranstaltungskalender, mit einem kompletten Kinoprogramm, mit vielen Servicethemen, attraktiven Verlosungen und unterhaltsamen Comics zu seiner alten Stärke zurückzuführen.

Warum der LEO LEO heißt

Und last but not least beantworten wir an dieser Stelle gerne auch einmal mehr die wohl bis heute am häufigsten gestellte Frage: Warum heißt der LEO eigentlich LEO? Ganz einfach: Weil LEO kurz und prägnant ist. Weil LEO das lateinische Wort für „Löwe“ und dieser schließlich das Pfälzer Wappentier ist. Und weil der Hund des ehemaligen RHEINPFALZ-Grafikers so hieß. Werner Korb, der zudem bis zu seiner Pensionierung 2003 auch die LEO-Titelseiten gestaltete, sollte nämlich das Logo des neuen Magazins entwerfen. Doch alle ihm präsentierten Vorschläge waren zu lang, um sie im Titel umzusetzen. Als beim Frühstück seine kluge Frau vorschlug, einfach einen kurzen Namen zu nehmen, etwa Leo (wie der Hund, der ebenfalls am Küchentisch saß), war die Sache geritzt.

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