Pfalz Zahl der HIV-Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz rückläufig
Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist in Rheinland-Pfalz leicht zurückgegangen. Nach neuesten Zahlen des Robert Koch-Instituts wurde sie für 2017 auf 90 geschätzt, wie die Aids-Hilfe Trier am Montag in Trier mitteilte. Dies seien 20 Neuinfektionen weniger als im Vorjahr. „Damit können wir erstmals seit etlichen Jahren wieder einen Rückgang dieser Zahl verkünden“, sagte Bernd Geller von der Aids-Hilfe. Landesweit leben demnach mehr als 2.200 Menschen in Rheinland-Pfalz mit HIV oder Aids.
Bereitschaft für Tests sei gestiegen
Der positive Trend gehe vor allem darauf zurück, dass in der Gruppe der Männer, die Sex mit Männern haben, die Bereitschaft für Tests gestiegen sei. So könnten Neuinfektionen früher entdeckt und eine HIV-Therapie begonnen werden. „Wer weiß, dass er HIV-positiv ist und unter eine Therapie gestellt wird, ist nach spätestens einem halben Jahr für Sexualpartner nicht mehr ansteckend“, sagte Geller.
Selbsttests aus der Apotheke
Seit Herbst 2018 könnten HIV-Selbsttests in Apotheken oder Drogeriemärkten gekauft werden. Diese Möglichkeit begrüßt die Aids-Hilfe prinzipiell: Anwender dürften aber mit den Ergebnissen nicht alleine gelassen werden. Man arbeite daher an einem Konzept zum „begleiteten Selbsttest“, sagte der Psychologe.