Pfalz Weniger Arbeitslose in Rheinland-Pfalz

Der Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz entwickelt sich positiv.  Symbolfoto: dpa
Der Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz entwickelt sich positiv. Symbolfoto: dpa

Die Anzahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz wird auch im kommenden Jahr weiter zurückgehen. Das prognostizierte am Dienstag die Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit (BA), Heidrun Schulz. Sie rechnet für kommendes Jahr mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um sechs Prozent; die Anzahl der Arbeitslosen werde wohl in großen Teilen des Jahres unter 100.000 liegen. Zugleich geht die BA von einem weiteren Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung um 1,3 Prozent aus. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt sei weiterhin „sehr gut“, zog Schulz auch für das zu Ende gehende Jahr eine positive Bilanz.

Nur Pirmasens bei Arbeitslosenquote zweistellig



So sei die Anzahl der Arbeitslosen 2018 „sehr deutlich“ um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken und lag im Jahresschnitt bei 98.700 Personen. Einen überdurchschnittlichen Rückgang verzeichnete die Arbeitsagentur bei jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren; dort lag das Minus im Vorjahresvergleich bei 11,3 Prozent. Spürbar gesunken ist auch die Anzahl der Langzeitarbeitslosen, also der Menschen, die länger als ein Jahr ohne Arbeit sind: minus 10,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber 2017 um 0,4 Punkte auf 4,4 Prozent. Landesweit verzeichnet nur noch die Stadt Pirmasens eine zweistellige Arbeitslosenquote (11,6 Prozent). Deutlich über dem Landesschnitt liegen auch Kaiserslautern (9,0 Prozent) und Ludwigshafen (7,8). Eine der landesweit geringsten Erwerbslosenquoten ist 2018 im Rhein-Pfalz-Kreis (3,3 Prozent) zu verzeichnen.

Fachkräfteengpässe in einigen Bereichen



Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erreichte 2018 mit 1,4 Millionen Frauen und Männern einen neuen Höchststand. Eine Million dieser Arbeitnehmer waren vollzeit beschäftigt. Laut Schulz machen sich in einigen Bereichen „Fachkräfteengpässe“ bemerkbar, das gelte für den IT-Bereich ebenso wie für Pflegeberufe, einige Handwerksberufe und das Hotel- und Gaststättengewerbe. Gute Nachrichten hatte Schulz auch vom Ausbildungsmarkt zu vermelden. Dort lag die Anzahl der gemeldeten Lehrstellen mit 28.600 deutlich über der Anzahl der Bewerber (26.900). Bis zum 30. September suchten noch 800 Jugendliche eine Lehrstelle, wobei Heidrun Schulz davon ausgeht, dass sich diese Zahl bis zum Jahresende auf „weit unter 500“ reduzieren wird.

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