Pfalz Vorderpfalz: Bahn will deutlich mehr Güterzugverkehr
Die Bahn hat die „Kleine Pfalzlösung“ wieder aus der Schublade geholt und lässt prüfen, ob Güterzüge auf die linksrheinische Strecke von Mannheim über Ludwigshafen-Speyer-Germersheim und Wörth nach Karlsruhe fahren können. Das wurde am Dienstag bei einer Pressekonferenz des Verbandes Rhein-Neckar bestätigt. Eine Begründung der Bahn für den erneuten Vorstoß gibt es zurzeit nicht. Kommunalpolitiker mutmaßen, dass die „Kleine Pfalzlösung“ entweder als Zwischenlösung bis zum viergleisigen Ausbau der Strecke Mannheim-Karlsruhe gesehen wird oder gar eine Ausweichstrecke für die Rheintalbahn werden könnte, wenn es dort Probleme wie beispielsweise beim Tunneleinsturz in Rastatt gibt. Für die linksrheinische Seite bedeutet die „Kleine Pfalzlösung“ im schlimmsten Falle mehr als 40 statt bisher vier bis sechs Güterzüge in 24 Stunden zusätzlich auf der S-Bahnstrecke zwischen Ludwigshafen und Wörth. Mit den Argumenten Lärmschutz und Dauerblockade des Straßenverkehrs an Bahnübergängen war die „Kleine Pfalzlösung“ im März 2015 vom Bundesverkehrsministerium als nicht machbar zu den Akten gelegt worden. Jetzt hat DB Netz diese Akten wieder herausgekramt.