Mainz Trockenheit auf Feldern: „lückige Bestände“ und hohes Schädlingsrisiko
Der Klimawandel geht nach Einschätzung des rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministerium mit einem zunehmenden Auftreten von Pflanzenschädlingen und Krankheiten einher. „Wärme liebende Insekten wie Kartoffelkäfer (Blattfraß, Saugschäden usw.) sowie Blattläuse und Zikaden (Virosen, Qualitätsverluste usw.) könnten verstärkt auftreten“, heißt es in einer Antwort des Ministeriums auf eine Landtagsanfrage aus der Grünen-Fraktion.
Milde Temperaturen sorgen für Überwinterung
Bei milderen Temperaturen wird zudem erwartet, dass mehr Schädlinge überwintern - „so dass der Befallsdruck im Frühjahr früher und höher ausfallen könnte“. Zudem könnten sich bisher nicht heimische Schädlinge bei höheren Temperaturen ausbreiten.
Die mittlere Temperatur im meteorologischen Frühjahr ist nach Angaben des Ministeriums von 7,7 Grad im Zeitraum von 1881 bis 1910 auf 9,4 Grad im Zeitraum von 1990 bis 2019 gestiegen. Bei den Niederschlägen der Monate März bis Mai zeige sich kein eindeutiger Trend. Die Trockenheit im April dieses Jahres habe allerdings auf den Feldern zu „sehr ungleichmäßigen und lückigen Beständen“ geführt. Besonders betroffen waren etwa Sommergerste, Hafer, Zuckerrüben, Mais sowie das Grünland für Viehfutter.
Auch dem Pfälzerwald machen Trockenheit, milde Temperaturen und eingewanderte Schädlinge zu schaffen. 80 Prozent der Bäume sind mittlerweile klimakrank.