Fragen und Antworten
Teil-Sonnenfinsternis: Was Pfälzer Himmelsgucker wissen müssen
Was ist eine partielle Sonnenfinsternis überhaupt?
Von einer partiellen Sonnenfinsternis spricht man, wenn Teile der Sonne durch den Mond verdeckt sind. Dabei schiebt sich der Neumond zwischen die Sonne und die Erde. Wird die Sonne vollständig durch den Mond verdeckt, spricht man von einer totalen Sonnenfinsternis.
Wie dunkel wird es dadurch?
In der Pfalz beginnt das kosmische Schattenspiel um 11.13 Uhr und erreicht seine maximale Phase um 12.08 Uhr. Das Ende ist gegen 13 Uhr zu erwarten. Insgesamt wird die Sonne zu etwa 25 Prozent vom Mond verdeckt sein.
In dieser Zeitspanne ist, je nach lokaler Wetterlage, eine leichte Verdunkelung des Tageslichtes wahrnehmbar. Mit bis zu 82 Prozent ist der Grad der Bedeckung der Sonne über der Arktis am größten.
Wie selten kommt so etwas vor?
Partielle Sonnenfinsternisse kommen weltweit gesehen mindesten zweimal im Jahr vor. Trotzdem ist das kosmische Schattenspiel ein seltenes Ereignis, da es immer nur in einzelnen Regionen sichtbar ist. Die letzte in Deutschland sichtbare Sonnenfinsternis war im Juni 2021. Das nächste Mal verdunkelt sich die Sonne hierzulande im März 2025. Auf die nächste totale Sonnenfinsternis müssen wir dagegen noch rund 60 Jahre bis zum 3. September 2081 warten.
Wo kann ich die partielle Sonnenfinsternis sehen und was bieten Sternwarten und Museen in der Pfalz?
Prinzipiell kann das Naturschauspiel aus allen Teilen der Pfalz heraus im Freien beobachtet werden, im Osten ist die Sonne allerdings stärker verdeckt als im Westen. Besonders eindrücklich lässt sich die Sonnenfinsternis allerdings in Sternwarten und astronomischen Vereinen verfolgen.
Die Sternwarte Zweibrücken öffnet ihre Pforten am Dienstag bereits um 10.30 Uhr. Mit einem Spiegelteleskop können Besucher dann am Mittag einen geschützten Blick auf die verdunkelte Sonne werfen. Mitglieder des naturwissenschaftlichen Vereins vor Ort erklären außerdem Wissenswertes über Sonnenfinsternisse und ihre Besonderheiten.
Das Naturkundemuseum Bad Dürkheim bietet ebenfalls eine Sonnenbeobachtung zur partiellen Finsternis an, als Teil des Ferienprogrammes. Mitglieder des astronomischen Arbeitskreises sind vor Ort und vermitteln Informationen rund um das Naturphänomen.
Auch in Deidesheim können Interessierte die Sonnenfinsternis unter fachlicher Anleitung verfolgen. Michael Geissel, Dozent für Astrofotografie und Astronomie, zeigt auf dem Stadtplatz auf mobilen Geräten Live-Aufnahmen seines Sonnenteleskopes.
Wie wahrscheinlich ist gute Sicht?
Der Meteorologe Christian Müller vom Wetterbüro Klima Palatina in Maikammer (Südliche Weinstraße) sagt: „Der Dienstag startet morgens zunächst mit teils dichterem Hochnebel und Wolkenfeldern, aber um die Mittagszeit dürfte es dann bei einem freundlichen Sonne-Wolken-Mix ganz gute Chance dafür geben, die partielle Sonnenfinsternis gut zu erblicken.“ Es bleibe trocken bei 18 bis 19 Grad und schwachem Wind.
Wie muss ich meine Augen schützen?
Zum Betrachten der partiellen Sonnenfinsternis ist eine Spezial-Brille unbedingt notwendig, denn auch währenddessen schädigt die Strahlung die Netzhaut der Augen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) warnt, dass auch Sonnen- und Schweißerbrillen keinen ausreichenden Schutz bieten. Wer das Spektakel durch ein Teleskop oder eine Kamera verfolgt, sollte die Augen umso mehr schützen. Da die Linsen Sonnenlicht bündeln, empfiehlt das BfS, zusätzlich eine Spezialfolie oder spezielle Filteraufsätze vor der Linse anbringen.