Pfalz Statistisches Landesamt: Mädchen in der Schule erfolgreicher und seltener im Gefängnis
Die Mädchen in Rheinland-Pfalz erreichen im Schnitt höhere Bildungsabschlüsse als die Jungen. Fast 41 Prozent der jungen Frauen verlassen die allgemeinbildenden Schulen mit dem Abitur in der Tasche, während das bei den jungen Männern nur 30 Prozent schaffen. Das teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch, zwei Tage vor dem Internationalen Frauentag, mit.
40 Prozent der Frauen in Führungspositionen
Durchschnittlich 72 Prozent der Lehrer an allgemeinbildenden Schulen sind weiblich. Allerdings wird nur jede fünfte Professorenstelle (22 Prozent) von einer Frau besetzt. Umgekehrt arbeiten 52 Prozent der erwerbstätigen Frauen Teilzeit. Bei den Männern tun das dagegen lediglich 9,4 Prozent. Frauen wiederum sind den Statistikern zufolge seltener in Führungspositionen tätig: Nur 40 Prozent der abhängig Erwerbstätigen in diesen Jobs sind weiblich.
Frauen bauen seltener Unfälle
Frauen leben länger als Männer: Die durchschnittliche Lebenserwartung eines heute geborenen Mädchens in Rheinland-Pfalz ist mit 83 Jahren um 4,4 Jahre höher als die eines Jungen (78,6 Jahre). Zugleich heiraten Frauen früher als Männer: Bei ihrer ersten Hochzeit sind sie im Durchschnitt 30,8 Jahre alt, während Männer durchschnittlich mit 33,4 Jahren erstmals den Bund des Lebens schließen.
In Verkehrsunfälle mit Verletzten sind Frauen seltener verwickelt: 35 Prozent der Unfallbeteiligten sind nach den Angaben weiblich. Frauen begehen auch weniger Straftaten als Männer: Weniger als ein Fünftel aller Verurteilungen betreffen Frauen. Bei den Strafgefangenen liegt ihr Anteil mit 7,3 Prozent noch niedriger.