Pfalz Sembach: Heuballen mit giftigem Kraut gestohlen

In Sembach wurden mehrere Heuballen (Symbolbild) gestohlen, die ein giftiges Kraut enthalten. Symbolfoto: dpa
In Sembach wurden mehrere Heuballen (Symbolbild) gestohlen, die ein giftiges Kraut enthalten. Symbolfoto: dpa

Diebesgut muss nicht immer wertvoll sein – mitunter ist es auch giftig. So geschehen in Sembach (Kreis Kaiserslautern), wo einem Landwirt 20 Heuballen von seiner Wiese gestohlen wurden. Der Bauer meldete der Polizei nicht nur den Verlust des 1000 Euro teuren Tierfutters, sondern warnte zugleich vor der möglicherweise tödlichen Gefahr, sollte das Diebesgut an Pferde verfüttert werden. Denn es enthalte das toxische Jakobs-Kreuzkraut. Alle Pflanzenteile von Senecio jacobaea, so der lateinische Name des gelb blühenden einheimischen Krauts, ist vor allem für Pferde gefährlich. Es enthält leberschädigende Pyrrolizidinalkaloide. Für Pferdemägen kann es laut Fachleuten sogar tödlich sein. Rinder, Schafe und Ziegen vertragen es besser. Der Bestohlene selbst entdeckte laut Polizei später 18 der 20 Ballen wieder auf zwei Wiesen; davon gestern ausgerechnet acht bei einer Pferdehalterin. Das „verseuchte“ Futter ist aus dem Verkehr gezogen. Gefahndet wird jetzt nach dem Dieb. Dem Bauern fehlten bis gestern nur noch zwei Heuballen. Er hält Rinder, denen das Kraut in der vorhandenen Menge nicht schadet.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und bittet um Hinweise: Wer hat vergangene Woche oder am Wochenende ein landwirtschaftliches Fahrzeug in der Gemarkung „Pfaffenseite“ bemerkt oder den Transport von Rundballen beobachtet? Wer kann Hinweise zum Verbleib der zehn Heuballen geben? Wo wurden seit dem 27. Juni solche Ballen zum Kauf angeboten? Wo werden seit dem 27. Juni Heuballen gelagert, die zuvor noch nicht dort lagerten? Hinweise nimmt die Polizei Kaiserslautern unter Telefon 0631/3692150 entgegen.

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