Pfalz Rheinland-Pfalz: Ärzte-Warnstreik an 20 Klinik-Standorten gestartet
Ärzte an 20 Standorten kommunaler Kliniken in Rheinland-Pfalz sind am Mittwochmorgen in einen ganztägigen Warnstreik getreten. Das bestätigte ein Sprecher der Gewerkschaft Marburger Bund. Er rechne damit, dass sich landesweit etwa 200 Ärzte bis zum Ende der ganztägigen Aktionen beteiligten. Die Patientenversorgung sei dennoch gesichert.
Aktionen soll es unter anderem auch im Nachbarland Hessen geben, zudem ist dort eine zentrale Veranstaltung des Marburger Bundes auf dem Frankfurter Römerberg geplant.
Patientenversorgung wird aufrechterhalten
In Rheinland-Pfalz sind von dem Warnstreik unter anderem im Norden mehrere Standorte des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein betroffen, im Süden Standorte des Westpfalz-Klinikums sowie das Klinikum der Stadt Ludwigshafen. Die Versorgung der Patienten soll mit Notdiensten aber aufrechterhalten werden.
Zwei freie Wochenenden im Monat
Der Marburger Bund fordert bundesweit für die etwa 55.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern Lohnsteigerungen von fünf Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von einem Jahr. Außerdem verlangt er Höchstgrenzen bei Bereitschaftsdiensten und mindestens zwei freie Wochenenden pro Monat. Die Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VKA) hat dem Marburger Bund nach eigenen Angaben bislang eine Erhöhung der Tarifentgelte um 5,3 Prozent in zwei Schritten vorgeschlagen - zunächst 2019 ein Plus von 2,8 Prozent und 2020 dann nochmals 2,5 Prozent bei einer Tarifvertragslaufzeit von 30 Monaten.