Pfalz Qualitätsproblem der BASF bei TDI bremst Matratzenbranche
Die riesige BASF-Anlage zur Produktion der Chemikalie TDI in Ludwigshafen, die jahrelang für Schlagzeilen wegen massiver technischer Probleme sorgte, macht schon wieder Ärger. Eine BASF-Sprecherin bestätigte auf Anfrage, dass es Qualitätsprobleme gebe. TDI ist ein Ausgangsstoff zur Herstellung von Schäumen, vor allem für Matratzen. Fachmedien berichten unter Berufung auf den Fachverband Matratzenindustrie, dass es durch die BASF-Probleme zu einer erhöhten Konzentration von gesundheitsschädlichen und umweltbelastenden Dichlorbenzolen gekommen sei. Die Lieferungen an die Matratzenhersteller seien gestoppt worden, so die BASF. Da die BASF einer von nur drei TDI-Herstellern sei, sei davon auszugehen, dass viele Matratzenproduzenten betroffen seien, heißt es in der Branche. Die gut eine Milliarde Euro teure TDI-Anlage ging im Frühjahr mit mehr als zweijähriger Verspätung in Betrieb.