Pfalz Prozessbeginn: Mann gesteht Kindesmissbrauch im „Miramar“
Ein 51-Jähriger Mann aus Rheinland-Pfalz hat gestanden, im Freizeitbad „Miramar“ in Weinheim zwei Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Der gelernte Dachdecker räumte am Montag vor dem Landgericht Mannheim ein, sich an den beiden Kindern vergangen zu haben. Sein Geständnis erfolgte unter Ausschluss der Öffentlichkeit, so dass Einzelheiten nicht bekannt wurden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus dem Raum Koblenz 18 Taten an einer Acht- und einer Neunjährigen zwischen den Jahren 2016 und 2017 vor. Der geschiedene Mann soll überdies in dem Bad im Rhein-Neckar-Kreis Unterwasseraufnahmen von unbekleideten Kindern gemacht haben. Das Strafmaß reicht von sechs Monaten bis zehn Jahren.
Weitere Vorwürfe
Dem Antrag des Angeklagten auf Ausschluss der Öffentlichkeit gab die siebte Strafkammer insofern statt, dass die Frage nach der Anwesenheit von Medienvertretern und Besuchern abschnittsweise entschieden wird. Grund ist der Schutz des privaten Lebensbereichs des Angeklagten und der minderjährigen Opfer. Die Stellungnahme des Angeklagten erfolgte ohne Anwesenheit der Presse.
Die Staatsanwältin Simone Velte-Kircher wirft dem Mann außerdem den Besitz kinder- und jugendpornografischen Materials vor und den Versuch, solches zu produzieren. Ferner soll der Angeklagte Ende 2016 ein gestohlenes Kennzeichen an seinem Auto angebracht und anschließend seinen Wagen betankt haben, ohne zu bezahlen.
