Mainz Ministerium ruft Vorderpfalz zum Wolfspräventionsgebiet aus
Die nun ausgerufene Zone umfasst Dannstadt (Rhein-Pfalz-Kreis) im Norden, Speyer im Osten, Teile von Landau im Westen und Wörth im Süden. In einem solchen Gebiet gelten besondere Rechte und Pflichten insbesondere für Halter von Weidetieren. Diese haben nun die Möglichkeit, Förderanträge für den Herdenschutz zu stellen und sich somit den Einsatz von Elektrozäunen oder Herdenschutzhunden vom Umweltministerium finanzieren zu lassen. Des Weiteren erhalten Weidetierhalter Entschädigungen, wenn ein Wolf trotz Herdenschutz Schafe oder Ziegen reißt. Es gilt jedoch auch: Schützen Halter ihre Tiere in einem Präventionsgebiet nicht ausreichend, kann ihnen die Entschädigung bei einem Wolfriss verwehrt werden.
Bisher gibt es im Westerwald, in der Eifel, dem Taunus sowie dem Hunsrück entsprechende Präventionsgebiete. Die Vorderpfalz kommt nun neu hinzu – vorerst auf ein Jahr begrenzt, wie das zuständige Umweltministerium schreibt. Denn man gehe davon aus, dass der Wolf GW4962m keine Wölfin findet, mit der er in der Region ein Rudel gründen kann. Es bestehe somit die Möglichkeit, dass GW4962m in Folge der Paarungszeit ab Februar weiterziehe, schreibt das Umweltministerium.
Der Wolf GW4962m stammt ursprünglich aus einem Rudel, das im Hohen Venn in Belgien lebt. Der erste Nachweis erfolgte am 25. Juni. Seitdem wurde das Tier immer wieder gesichtet und seine Anwesenheit per Fotofalle oder Kotprobe dokumentiert. Wird ein Wolf in einem Zeitraum von drei Monaten mehrfach in einem Gebiet nachgewiesen, wird er als dauerhaft dort lebend eingestuft. Dies war nun bei GW4962m mit der neuesten Meldung der Fall.
Alles, was Sie über den Wolf in Rheinland-Pfalz wissen müssen, finden Sie hier: Der Wolf in der Pfalz