Pfalz Millionenschaden wegen gesprengter Geldautomaten
Ein Gesamtschaden von rund 1,54 Millionen Euro ist in diesem Jahr bis Mitte November bei versuchten oder erfolgten Sprengungen von Geldautomaten in Rheinland-Pfalz entstanden. Im Vergleich dazu hatte der Sachschaden im gesamten Vorjahr bei lediglich rund 875 500 Euro gelegen, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage aus der CDU-Fraktion hervorgeht.
23 Fälle 2018
Im laufenden Jahr wurden bis Mitte November 23 Fälle gezählt, darunter 14 tatsächliche und neun versuchte Sprengungen. 2017 waren es ebenfalls insgesamt 23 Straftaten dieser Art gewesen, zwölf Sprengungen und elf versuchte Delikte.
Kein absoluter Schutz möglich
Das Ministerium spricht von einem „sicherheitstechnisch komplexen Deliktfeld“. Einzelne Sicherheitsmaßnahmen von Banken, wie etwa Videoüberwachung, Gasspürgeräte oder Farbe, die das Geld unbrauchbar machen sollen, reichten regelmäßig nicht aus, um Sprengungen zu verhindern. „Im Einzelfall bieten selbst umfassende Sicherungsmaßnahmen keinen absoluten Schutz“, schreibt das Ministerium. Das Landeskriminalamt (LKA) sei in regelmäßigem Austausch mit Vertretern von Geld- und Kreditinstituten. Eine Gesprächsrunde habe es im März dieses Jahres gegeben. Eine weitere solle im ersten Halbjahr kommenden Jahres folgen.