Pfalz Ludwigshafen: 2017 mehr Störungen in der BASF-Kläranlage
Bei der BASF in Ludwigshafen sind 2017 mehr Betriebsstörungen mit kleineren oder größeren Folgen für das Abwasser registriert worden als in den beiden Vorjahren. Sie stiegen gegenüber 2015 und 2016 mit jeweils elf Fällen auf 13 im vergangenen Jahr . Das teilte das Chemieunternehmen auf Anfrage mit. Die Störungen des vergangenen Jahres gehen auch aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion hervor.
Orientierungswerte ausschlaggebend
Bei den Störungen variierten die Fälle, in denen die sogenannten Orientierungswerte des Internationalen Warn- und Alarmplans Rhein überschritten wurden. 2015 war das laut BASF zweimal der Fall, im Jahr darauf dreimal und im vergangenen Jahr keinmal. Beim Überschreiten dieser Werte komme es darauf an, von welchem Stoff wie viel ausgetreten sei, erklärte eine Sprecherin des Umweltministeriums in Mainz. Davon hänge ab, ob die nachfolgenden Rheinanlieger lediglich informiert oder ob sie gar gewarnt würden.
Informiert wird vorsorglich
Eine Warnung gebe es aber selten: In den vergangenen 30 Jahren im Schnitt einmal im Jahr für den gesamten Rhein von Basel bis zur Mündung. Sie wies darauf hin, dass es in den Niederlanden Wasserwerke gibt, die das Wasser direkt aus dem Fluss entnehmen. Informiert werde auch in Fällen, in denen man wisse, dass der Stoff schon in Mainz nicht mehr nachweisbar sei.
Störungen auch außerhalb der BASF
Manche Störungen entstanden außerhalb der BASF, wurden aber dort registriert, weil in der Unternehmens-Kläranlage auch Abwässer der Städte Ludwigshafen und Frankenthal gereinigt werden. Zuzurechnen waren der BASF neun Störungen im Jahr 2015, zehn im Jahr darauf und elf im vergangenen Jahr. Die Sicherheitsmaßnahmen der BASF sehen unter anderem regelmäßige Proben aus dem Abwasserkanal vor.