Pfalz LKA informiert und berät Menschen auf rechten Drohlisten
Das Landeskriminalamt (LKA) hat rund 600 Menschen mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz per Brief informiert, dass ihr Name auf einer sogenannten rechten Drohliste aufgetaucht ist. Etwa jeder Zehnte habe anschließend bei der für Rückfragen geschalteten Nummer angerufen, teilte das LKA am Donnerstag mit. Die Namen gingen aus unterschiedlichen Informationssammlungen aus dem rechten Spektrum hervor.
Ziel ist Verunsicherung
Nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes und des LKA lägen keine Erkenntnisse vor, die auf eine konkrete Gefährdung hindeuteten. Dennoch könne die reine Nennung der Namen durchaus zur Verunsicherung und zu Ängsten bei den Betroffenen führen. „Das ist ja genau das Ziel der Urheber der Listen“, sagte LKA-Präsident Johannes Kunz. „Deshalb ist es uns wichtig, den Betroffenen als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen und ihnen so Ängste zu nehmen.“
Die Polizei berät die Betroffenen auf Wunsch auch vor Ort. Auf dieses Angebot habe bisher aber noch keiner der Betroffenen zurückgegriffen.