Pfalz Lauterecken: Bergung der Explosivstoffe läuft

91-93411381_lauter.jpg

[Aktualisierung: 10.25 Uhr]  Seit 10 Uhr ist der erste Transport auf der Straße - inklusive umfangreicher Polizeieskorte. (wop) [Aktualisierung: 9.35 Uhr] Seit etwa 8.30 Uhr läuft die Bergung der mehr als 110 Kilogramm Explosivstoffe aus einem Haus in Lauterecken. Teile der Innenstadt sind dafür evakuiert worden. Punkt 7.20 Uhr konnten die Verantwortlichen vor Ort melden, dass die Evakuierung der knapp 90 Bewohner abgeschlossen ist, die rund um das Haus in der Ringmauer in Lauterecken wohnen. Die meisten waren zu Freunden und Verwandten gegangen, etwa ein Dutzend nahm das Betreuungsangebot in der nahegelegenen Janusz-Korczak-Schule an. Die Zufahrtsstraßen in die Innenstadt sind seither abgeriegelt. Seit dem frühen Morgen sind die Einsatzkräfte bei Temperaturen um die minus zehn Grad vor Ort. Beamte des Landeskriminalamts und der Bereitschaftspolizei, fast 50 Feuerwehrleute und zehn Helfer des Rettungsdienstes sorgen für Sicherheit rund um die Bergung der Explosivstoffe, die zwei Tage vor Silvester bei einem 18-Jährigen gefunden worden waren. Der junge Mann sitzt ebenso wie ein Kollege in Nordrhein-Westfalen, bei dem weitere 45 Kilogramm Pyroartikel und Ausgangsstoffe für Sprengkörper gefunden worden waren, seither in Untersuchungshaft. Die Ermittlungsbehörden hatten zuvor einen Hinweis bekommen, dass die beiden einen Anschlag zu Silvester in der Kaiserslauterer Innenstadt geplant hatten. Die beiden Beschuldigten bestreiten diesen Vorwurf. Sie seien große Pyrotechnik-Fans. Die mehr als 110 Kilogramm Explosivmaterial werden nun in kleine Mengen portioniert – nach RHEINPFALZ-Informationen jeweils rund zwei Kilo -, gewogen, zwecks Beweissicherung dokumentiert und in Spezialbehälter verpackt. Diese kommen dann in ein gepanzertes Fahrzeug der Polizei zum Abtransport in ein Zwischenlager an einem nicht genannten Ort. Wenn alles gut läuft, wird die Bergung bis spätestens 17 Uhr abgeschlossen sein, so dass die Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren können. Allerdings haben die Behörden vorsorglich drei Tage als Evakuierungszeit angesetzt. Schlimmstenfalls müssten die Bewohner also am morgigen Samstag und am Sonntag nochmals ihre Häuser bis 7 Uhr verlassen haben. (dgg) [8. 20 Uhr] In Lauterecken (Kreis Kusel) haben am frühen Freitagmorgen die Vorbereitungen für den Abtransport von 110 Kilogramm explosiver Stoffe begonnen. Bis 7.20 Uhr hatten rund 90 im Evakuierungsbereich lebenden Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Das explosive Material liegt im Elternhaus eines 18-Jährigen. Gegen ihn und einen 24-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen wird wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Außerdem soll das Duo eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet haben. 

lauter1.jpg
lauter2.jpg
x