Pfalz Landstuhl: Zwölf Fragen an US-Offizier geschickt

Placeholder-Image
Landstuhl

(gana). Mit zwölf Fragen hat sich der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Landstuhl (Kreis Kaiserslautern), Peter Degenhardt (CDU), gestern an Oberst Shawn Wells gewandt. Der Politiker aus der Westpfalz will von dem US-Offizier Details über den Versand von lebenden Anthraxsporen in ein US-Armee-Labor in Landstuhl erfahren (wir berichteten). Er will unter anderem wissen, wo das betroffene Labor genau untergebracht ist, ob die deutschen Behörden anlässlich der Vorfälle informiert wurden und wie eventuelle Proben oder gefährliche Erreger nach Gebrauch entsorgt werden. Nachdem sich am Wochenende bereits der örtliche CDU-Abgeordnete Marcus Klein mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung gewandt hat, reagierten gestern auch die Grünen auf die Vorfälle in der Westpfalz. Der friedenspolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Nils Wiechmann, sagte: „Ein offenkundig völlig fahrlässiger Umgang mit hochgefährlichen Bio-Kampfstoffen ist inakzeptabel.“ Er fordert von der Bundesregierung Aufklärung. „Sollte sich herausstellen, dass auf dem Gelände tatsächlich mit aktiven Milzbranderregern gearbeitet wird, fordern wir von der Bundesregierung eine klare, ablehnende Positionierung gegenüber den US-amerikanischen Behörden und Militärs“, so Wiechmann.

x