Der Weintipp
Lage + Profi + Euros = Super-Spätburgunder
Das Zellertal, vor allem der „Schwarze Herrgott“, eine kalkige Lage mit Wasser im Untergrund, wird auch für angesehene Weingüter der Mittelhaardt immer interessanter. Kalk, kühleres Klima und gute Wasserversorgung sind Argumente für die nordwestliche Ecke der Wein-Pfalz. Die natürliche Voraussetzung für ausgezeichneten Wein ist also vorhanden: eine gute Lage.
2014 übernommen
Das Weingut Bremer entstand, weil eine Familie 2014 das ehemalige Weingut Herr und seine Weinberge übernahm, die Kapital mitbrachte. Einmal wurden Gutshof und Weinberge technisch auf neuesten Stand gebracht. Außerdem gelang es, das sehenswerte Anwesen mit großem Innenhof geschmackvoll zu renovieren und eine moderne Weinstube einzurichten, die von Donnerstagabend bis Sonntag in angenehmer Atmosphäre kleine Speisen und hauseigene Weine zu bieten hat.
Keine Kompromisse
Um das Trio der wichtigen Qualitätselemente voll zu machen, fand sich mit Michael Acker ein erfahrener, qualitätsorientierter Profi als Verwalter. Er konnte rasch das Potenzial der Weinberge einschätzen und genießt es sichtlich, dass bei der Qualität, die schließlich Aufwand mit sich bringt, keine Kompromisse gemacht werden müssen.
Alles zusammen ist eine notwendige (wenn auch nicht automatisch hinreichende) Voraussetzung dafür, dass exzellente Weine entstehen können. Acker, den beteiligten Familienmitgliedern und den guten Zellertaler Lagen ist es bravourös gelungen, innerhalb weniger Jahre das Weingut im Vergleich mit der an Qualität nicht armen Pfalz weit nach vorne zu bringen.
Top-Spätburgunder
Vor allem die Spätburgunder, seit vielen Jahren Ackers Steckenpferd, sind die Paradestücke des Hauses und vom einfachen Gutswein bis zu den „Großen Gewächsen“ in ihrem Preisniveau hervorragend. Das weiche, feine Aroma von Kirsche und Röstbrot des „Zellertaler Pinot Noir“ ist ebenso mustergültig wie seine samtige Burgunderart im Mund und das fruchtige, zellertal-typisch feinbittere Finale.