Der Weintipp – Sommerseminar
Ja, ja der Chiantiwein…
Als Rudolf Schock den Chiantiwein musikalisch verewigte, war dieser meist ein simples Getränk aus der bastumflochtenen Flasche (
Der weitestgehend aus der typisch toskanischen Rebsorte Sangiovese gekelterte Wein wächst in neun DOCG-Herkünften zwischen Florenz und Siena. Die bekannteste und qualitativ bedeutendste ist der Chianti Classico mit gut einem Viertel der Chiantifläche von ca. 19.000 Hektar. Er muss zu 80 Prozent aus Sangiovese bestehen. Weiße Trauben sind seit 2006 nicht mehr erlaubt.
Neun Gemeinden
Zum Chianti Classico-Gebiet gehören neun Gemeinden auf hügeligem, felsigem Gelände zwischen 250 und 500 m Höhe. Im Vergleich zu den beiden anderen berühmten Sangiovese-Regionen Vino Nobile und Brunello besitzt das Classico etwas kühleres Klima. Es ergibt typischerweise frische, lebendige und nicht zu schwere Weine, auch wenn einfache Chiantis aus dem Supermarkt oft zugänglich, rund und mollig schmecken. Höhere Säurewerte in Verbindung mit frischen Gerbstoffen verleihen dem guten Chianti Classico ein würzige Note.
Eines der angesehenen Weingüter der Region ist die Villa Le Corti in San Casciano, wo Ducio Corsini seit 1992 die sehenswerte Renaissance-Villa mit Park neu belebte. Heute pflegt er neben Olivenbäumen rund 50 Hektar Reben und betreibt eine Osteria.
Sein 2018er Chianti zeigt mit einem würzig-pfeffrigen und zartsäuerlichen Aroma bereits geruchlich die guten Eigenschaften des Chianti Classico. Ebenso im Mund: leicht und frisch, aber mit guter Substanz, feiner Säure und spürbaren, aber nicht zu starken Gerbstoffen. Ein ausgezeichneter Begleiter zu einer Vielzahl von Gerichten.
Der Wein
2018 Chianti Classico, Villa le Corti. Vertrieb: BASF-Weinkeller. Telefon: 0621/60-42744. E-Mail: weinkeller@basf.com. 10,95 Euro.