Pfalz Frankenthal: Gestank nach faulen Eiern - Schule geschlossen
[aktualisiert 16.30 Uhr] Eine nach „faulen Eiern“ stinkende Geruchswolke unbekannter Herkunft hat am Freitagvormittag im Frankenthaler Karolinen-Gymnasium zu massiven Problemen geführt: Betroffene mussten sich übergeben, klagten über Atemwegsbeschwerden und Augenreizungen. Die Schule stellte den Unterricht ein und schickte die Schüler vorzeitig nach Hause. Die Polizei sperrte den Bereich um das Gymnasium weiträumig ab.
Großeinsatz für Rettungsdienste
Feuerwehr und Rettungsdienste hatten einen Großeinsatz. Die Frankenthaler Wehr war nach Angaben ihres Chefs Jürgen Speiser um 10.42 Uhr alarmiert worden. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden 40 Betroffene – 32 Schüler und acht Erwachsene – medizinisch betreut. Eine Person sei vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert worden. Vom Gestank sei nicht nur diese Schule betroffen gewesen, sondern ein größeres Gebiet im südöstlichen Stadtbereich, erklärte Speiser. Eine Klage über Kopfmerzen sei auch von einem Betroffenen aus der Justizvollzuganstalt gekommen, so Xenia Schandin, Sprecherin der Stadt Frankenthal.
Dementis von der Industrie
Woher die belastete Luft kam, ist unklar. Sowohl die BASF als auch Renolit in Frankenthal hätten auf Anfrage versichert, es habe keine Produktionsstörungen gegeben, sagte Speiser. Messungen haben Feuerwehr und Umweltüberwachung der BASF vorgenommen, es konnten weder im Bereich der Schule noch im Frankenthaler Stadtgebiet gefährliche Substanzen oder erhöhte Schadstoffkonzentrationen festgestellt werden. Daher ist die Ursache des Gestanks weiter unklar. Die Polizei hat ein Strafverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen dauern an. Der Einsatz vor Ort ist beendet.