Pfalz Dirmstein: Hackerangriff legt Verwaltung im Hotel-Restaurant Kempf lahm

Kriminelle sind in die Hotelsoftware der Firma Kempf eingedrungen und erpressen die Inhaber. Foto: dpa
Kriminelle sind in die Hotelsoftware der Firma Kempf eingedrungen und erpressen die Inhaber.

Von den jüngsten Cyberangriffen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist auch das Dirmsteiner Hotel-Restaurant Kempf betroffen. Das hat Geschäftsführerin Tanja Brüggemann am Freitag mitgeteilt, als die RHEINPFALZ über einen Erpressungsversuch in Kaiserslautern berichtete. Dort hatte sich eine Arztpraxis ein Schadprogramm auf dem Rechner eingefangen, das alle Daten verschlüsselte.

Kein Zugriff auf Buchungsdaten mehr möglich

„So ist es seit Donnerstag auch bei uns“, berichtet die Hotelfachfrau, die den Betrieb gemeinsam mit ihrer Mutter Susanne Brüggemann leitet. Mit weißer Schrift auf plötzlich blauem Bildschirm seien sie aufgefordert worden, 1500 US-Dollar in der Kryptowährung Bitcoin zu bezahlen, wenn sie ihre Daten wiederhaben wollten. „Das machen wir natürlich nicht“, sagt Tanja Brüggemann. Auch wenn sie im Moment weder den Stand der Reservierungen abrufen noch Rechnungen schreiben könnten. „Buchungen über Internetportale können noch nachvollzogen werden und alles, was mal ausgedruckt wurde, aber nichts, was telefonisch erfolgte und in unser Hotelprogramm eingegeben wurde.“ Das betreffe auch die Planung von Veranstaltungen. Dass sich die Sabotage-Software über eine angebliche Online-Bewerbung auf den Computer gespielt hat, könne sein, meint Susanne Brüggemann. „Ich frage mich nur wie, denn wir haben die angehängte Datei nicht geöffnet.“

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