Pfalz Daimler konzentriert Stadtbusfertigung in Mannheim
Die Daimler-Bussparte wird in Europa neu geordnet und damit Spartenchef Hartmut Schick zufolge effizienter aufgestellt. Das Unternehmen investiert 340 Millionen Euro, fast 200 Millionen davon in den Mannheimer Elektrobus-Schwerpunkt. Im dortigen Werk wird ab 2019 die Stadtbusfertigung konzentriert. Die 400 im Reisebus-Rohbau wegfallenden Arbeitsplätze werden kompensiert.
Qualifizierungen für E-Bus-Fertigung laufen
Ab 2019 bis 2022 sollen die 400 Stellen der Mannheimer Daimler-Tochter Evobus GmbH im Reisebus-Rohbau an den tschechischen Standort Holýšov transferiert werden. Management und Betriebsrat gehen davon aus, dass die Größenordnung der Bussparte in Mannheim mit aktuell gut 3400 Arbeitsplätzen dennoch in etwa gleich bleiben wird. So werde die Lackierung der Stadtbus-Karossen statt, wie bisher, im zweiten deutschen Werk Neu-Ulm künftig in Mannheim erfolgen, sagte Schick. Zudem werde dort der Fokus auf Elektro-Busse gesetzt. Die notwendigen umfangreichen Qualifizierungen liefen derzeit. Sie sind Teil der neuen Betriebsvereinbarung, die betriebsbedingte Kündigungen nunmehr bis 2024 ausschließt. Wie berichtet, soll in Mannheim 2018 der erste E-Stadtbus vom Band laufen, die Serienproduktion werde „in kleineren Stückzahlen“ 2019 starten, so Schick. Voll laufen werde die E-Bus-Serienfertigung ab 2020.