Pfalz Chemieverbände in Rheinland-Pfalz sehen Abwärtstrend
Die rheinland-pfälzische Chemieindustrie blickt auch angesichts der politischen Lage in Europa verhalten auf das laufende Geschäftsjahr. „Die Chemie ist in Rheinland-Pfalz die größte Industrie, gemessen am Umsatz. Rund 70 Prozent der Waren werden exportiert. Der Brexit sowie die schwächere Dynamik in USA und China werden uns auch in Rheinland-Pfalz treffen“, sagte Bernd Vogler, Hauptgeschäftsführer der Chemieverbände Rheinland-Pfalz, am Dienstag auf der Jahrespressekonferenz in Ludwigshafen.
Zwar sei der Umsatz im Gesamtjahr 2018 mit 1,2 Prozent auf 29,5 Milliarden Euro gewachsen. Die Werte im zweiten Halbjahr seien aber stark zurückgegangen, sagte Vogler.
Niedrigwasser im Rhein als Faktor
„In Deutschland und in der EU hat die Konjunktur an Fahrt verloren. Die Nachfrage wichtiger Kundenindustrien wurde schwächer, besonders die Automobilindustrie. Hinzu kam das Niedrigwasser im Rhein. Das hat unseren Betrieben entlang des Rheins spürbar zugesetzt“, berichtete er. Dem Hauptgeschäftsführer zufolge wuchs die Produktion in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres zwar um 4,4 Prozent. Die Branche habe allerdings im gleichen Zeitraum 3,6 Prozent weniger Aufträge in den Büchern. Hinzu komme, dass sich „mit Blick auf die politischen Entwicklungen innerhalb und außerhalb der EU die Stimmung in den Mitgliedsunternehmen weiter eintrübt“, betonte Vogler.