Pfalz BASF-Prozess: Urteil soll am 27. August verkündet werden

Haben einen neuen Zeitplan für die Endphase des Verfahrens vorgelegt: die Richter im BASF-Prozess.  Foto: Bolte
Haben einen neuen Zeitplan für die Endphase des Verfahrens vorgelegt: die Richter im BASF-Prozess.

Die Richter im Frankenthaler Prozess um das Ludwigshafener BASF-Explosionsunglück mit fünf Toten und Dutzenden Verletzten wollen ihr Urteil am 27. August verkünden. Das geht nach RHEINPFALZ-Informationen aus ihrem neuen, bislang unveröffentlichten Zeitplan hervor. In der vergangenen Woche hatten sie zunächst noch versucht, das Verfahren vor der Sommerpause zu Ende zu bringen. Doch dann hielt ihnen der Opfer-Anwalt Alexander Klein vor, dass sie sich bislang noch gar nicht richtig mit den Regeln für Fernleitungen beschäftigt hatten. So eine Pipeline war bei dem Inferno im Oktober 2016 explodiert. Zuvor soll ein Arbeiter versehentlich ein falsches Rohr angeschnitten und dadurch einen Brand entfacht haben.

Es geht um Verantwortung der BASF



Gerungen wird im Prozess gegen diesen Mann vor allem noch um die Frage, ob dem Chemiekonzern am Ende eine Mitschuld wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen zugewiesen wird. Für entsprechende Fragen haben die Richter nun noch einen Fernleitungsexperten einbestellt, der am 19. August aussagen soll. Wenn dann nichts mehr dazwischenkommt, werden der Ankläger, die Opfer-Anwälte und der Verteidiger am 21. August ihre Plädoyers halten.

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