Pfalz BASF: Lehren aus dem TDI-Debakel

Die Umrisse der neuen Acetylen-Fabrik im Ludwigshafener BASF-Stammwerk sind schon klar erkennbar. Im Herbst sollen in der Spitze
Die Umrisse der neuen Acetylen-Fabrik im Ludwigshafener BASF-Stammwerk sind schon klar erkennbar. Im Herbst sollen in der Spitze 1.300 Leute auf der Großbaustelle arbeiten.

Beim Bau einer riesigen Fabrik zur Produktion der Grundchemikalie Acetylen in Ludwigshafen zieht die BASF Lehren aus der ungewöhnlichen Pannenserie in der neuen TDI-Anlage.

Beim Bau der TDI-Anlage gab es große Pannen



Die Fabrik zur Herstellung der Chemikalie TDI, aus der vor allem Weichschäume zur Produktion von Matratzen und Polstern entstehen, ist bisher mit einer Investitionssumme von einer Milliarde Euro das größte Einzelprojekt in der BASF-Geschichte. Nach einer für den Chemiekonzern sehr außergewöhnlichen Serie von technischen Pannen beim Bau der Anlage, nahm die neue TDI-Fabrik Ende Juli – und damit dreieinhalb Jahre nach dem ursprünglich geplanten Produktionsstart – den regulären Betrieb auf.

Das Acetylen-Projekt läuft jetzt unter BASF-Regie



Anders als bei der TDI-Anlage trage die BASF beim Bau der Acetylen-Fabrik die gesamte Verantwortung für die Großbaustelle, sagte der BASF-Ingenieur und Projektleiter Bora Ipek. Bei der TDI-Anlage war die Projektleitung an einen großen US-Konzern vergeben worden. Der Bau der neuen Acetylen-Fabrik ist derzeit das größte laufende Investitionsprojekt im BASF-Stammwerk mit rund 35.000 Mitarbeitern. Die Arbeiten an der Anlage, die Ende 2019 in Betrieb gehen soll, lägen im Zeitplan, sagte Ipek.

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