Pfalz BASF: Fremdfirmen beklagen Preisdruck
Mitarbeiter von Fremdfirmen – sogenannte Kontraktoren – im Ludwigshafener BASF-Stammwerk klagen über massiven Preisdruck. Der Chemiekonzern verlange Preisnachlässe im zweistelligen prozentualen Bereich, wenn Verlängerungen von Verträgen anstünden. Ein BASF-Sprecher räumte den Preisdruck auf Nachfrage indirekt ein. Bei der Verlängerung von Kontraktorenverträgen könnten je nach Marktlage Preisnachlässe erzielt werden, sagte er. Die BASF selbst steht stark unter Ertragsdruck. Bei Partnerfirmen des Chemiekonzerns gehe wegen des Sparkurses der BASF jetzt die Angst vor Massenentlassungen um, ist aus den Reihen der Kontraktoren zu hören.
Bis zu 16.000 Mitarbeiter von Fremdfirmen im BASF-Stammwerk
Im Stammwerk mit 35.340 BASF-Beschäftigten sind je nach Arbeitsaufkommen bis zu 16.000 Mitarbeiter von Dienstleistern beschäftigt. Derzeit sind es rund 9500. Die Geschichte des Einsatzes von Kontraktoren oder Fremdfirmen, wie sie früher genannt wurden, bei der BASF ist so lang wie die des 1865 gegründeten Stammwerks. Im Lauf der Zeit wurden immer mehr Tätigkeiten ausgelagert und an andere Firmen vergeben, um nicht eigenes Personal für Arbeitsspitzen vorhalten zu müssen und auch, um nicht teure Chemietarife für Gewerke mit niedrigerem Lohnniveau zahlen zu müssen.