Wattenheim / EDENKOBEN
Ausflügler wagen sich auf zu dünnes Eis
So wollten am Samstagnachmittag auf dem Hetschmühlweiher bei Wattenheim (Kreis Bad Dürkheim) 30 bis 40 Personen Schlittschuh laufen. Die Leute mussten laut Polizei „zum Teil energisch zum Verlassen des Eises“ aufgefordert werden. Dabei brach tatsächlich ein Mann am Uferrand durch die Eisdecke, blieb jedoch unverletzt, weil das Wasser an der Stelle nicht sehr tief war. Viele der Eisläufer hatten zunächst wenig Verständnis für das Einschreiten der Ordnungshüter, sodass „eine individuelle Erläuterung der Gefährlichkeit“ nötig war. So stabil die Eisflächen auch wirken mögen, die Eisdecke kann an verschiedenen Stellen unterschiedlich dick sein, betont die Grünstadter Polizei.
Polizei warnt: „Das ist lebensgefährlich“
Auch im Zuständigkeitsbereich der Edenkobener Polizei wagten sich am Samstagnachmittag Schlittschuhläufer auf zugefrorene Seen. Und das auf Gewässern, deren Eisdecke teilweise nicht geschlossen war. Dies sei lebensgefährlich, betont die Polizei. Die Beamten räumten die Seen und leiteten gegen die verhinderten Wintersportler Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Die Begründung: Die Gewässer seien zum Betreten nicht freigegeben worden.
Ordnungshüter räumen Eisflächen
Auch im Norden von Rheinland-Pfalz musste die Polizei eingreifen. So hätten sich bei Mendig (Kreis Mayen-Koblenz) zwei Eisflächen gebildet. Darauf traf die Polizei am Sonntagnachmittag insgesamt 50 bis 60 Personen an. Es habe sich vornehmlich um Familien und Jugendliche in kleineren Gruppen gehandelt. Laut Polizei war die Stabilität des Eises jedoch nicht gesichert, da auch hier die Decke nicht geschlossen war. Außerdem sei zu erwarten gewesen, dass noch mehr Ausflügler angelockt werden und dann die Corona-Regeln kaum noch einzuhalten gewesen wären. Deshalb habe man die Eisflächen geräumt.
Aus den gleichen Gründen griff die Polizei auch beim Herthasee im Rhein-Lahn-Kreis ein: Dort hatten sich rund 50 Personen aufs Eis begeben, weitere 200 Ausflügler hielten sich im Uferbereich auf.