Pfalz 19-Jähriger wegen Sprengstofffunds von Lauterecken vor Gericht
Der große Sprengstofffund vom Januar im Lauterecken hat vom Mittwochmorgen an ein gerichtliches Nachspiel. Weil er Explosivstoffe gekauft, gehortet und verkauft haben soll, steht ein 19-Jähriger vor der Jugendkammer des Landgerichts Kaiserslautern. Ihm wird ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vorgeworfen.
276 Kilogramm Sprengstoff gehortet
Zwischen August und Ende Dezember 2016 soll der Angeklagte von einem mutmaßlichen Komplizen aus Nordrhein-Westfalen Grundstoffe für die Herstellung verbotener Pyrotechnik, Selbstlaborate und nicht erlaubte Pyrotechnik gekauft und in Lauterecken gelagert haben. In der Anklage ist die Rede von Substanzen mit einem Bruttogewicht von 276 Kilogramm. Nachdem Fahnder die Stoffe im Elternhaus des 19-Jährigen entdeckt hatten, wurden die Stoffe bei einem zweitägigen Großeinsatz geborgen.
Vermutlich Pyrotechnik-Fan
Anfangs hatte der Verdacht bestanden, dass die jungen Männer einen Anschlag in Kaiserslautern geplant haben könnten.
Diese Vermutung wurde entkräftet. Die Ermittler rechnen die Angeklagten der Pyrotechnik-Szene zu, in der Feuerwerkskörper gebastelt und verkauft werden. Außerdem stellten sie eine Nähe zu rechtem Gedankengut fest.