Pfalz 13.000 Anzeigen: Onlinewache in Rheinland-Pfalz wird rege genutzt

Im ersten Jahr nach dem Start der Onlinewache in Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind rund 13.000 Strafanzeigen bei der Polizei eingegangen. Besonders häufig zeigten Bürger in den beiden Ländern Betrugsdelikte (5400) oder Diebstähle (2000) im Internet an, wie das rheinland-pfälzische Innenministerium in Mainz am Donnerstag mitteilte. Außerdem meldeten Bürger rund 1400 Sachbeschädigungen und machten zirka 4100 andere Strafanzeigen.

Polizei plant weiteren Ausbau

Seit dem 6. Dezember 2018 können Bürger bestimmte Straftaten auch von zu Hause oder unterwegs per Internet in der Onlinewache anzeigen - und müssen nicht mehr persönlich bei der Polizei erscheinen. Im Durchschnitt verzeichne das Portal rund 1200 Meldungen im Monat. Die Onlinewache belege, „dass die Polizei auch im digitalen Zeitalter ihrem Anspruch der Bürgernähe gerecht wird“, teilte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD).

Die Polizei plane einen weiteren Ausbau des Angebots, hieß es. Dokumente und andere Anlagen sollen ergänzend zur Strafanzeige hochgeladen werden können. Nicht online zur Anzeige gebracht werden können Gewaltstraftaten, Verkehrsunfälle und Delikte, die einen sofortigen Polizeieinsatz erforderten.

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