Blickpunkt RHEINPFALZ Plus Artikel Die Hoffnung stirbt nach der Kiefer: Wie sich der Klimawandel im Wald zeigt

So schön ist es im Pfälzerwald: Hier stehen noch stattliche Bäume, die Folgen des Klimawandels sind noch nicht so zu spüren.
So schön ist es im Pfälzerwald: Hier stehen noch stattliche Bäume, die Folgen des Klimawandels sind noch nicht so zu spüren.

In der Vorderpfalz fällt Wald förmlich auseinander. Kiefern sterben ab. Buchen geben auf. Pilze befallen Esche und Ahorn. Die Folgen des Klimawandels zeigen sich in der Rheinebene sehr deutlich. Doch wie sieht es im Pfälzerwald aus? Oder am Donnersberg? Fünf Forstreviere. Fünf Szenarien. Viel Ungewissheit: Bleibt Wald?

Klimawandel. Irgendwie ist das ein Wort, das nervt. Und das für viel herhalten muss. Der Klimawandel ist schuld. An diesem und jenem. Klimawandel bleibt oft unkonkret. Genauso wie seine Folgen. Im Wald zeigt er sich aber. Deutlicher als einem vielleicht lieb ist. Die Katastrophenreviere liegen im Bereich des Forstamts Pfälzer Rheinauen. In der Rheinebene, in der es ohnehin warm und trocken ist. Sehr schlimm sieht es im Gemeindewald Westheim aus. Revier Lustadt. „Es steht symbolhaft für den Zustand des Waldes in unserem Forstamt“, sagt Förster Volker Westermann. Er ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und hat die Waldreise im Zeichen des Klimawandels organisiert. Um zu sehen, wie Klimawandel Wald wandelt, soll es heute außerdem noch nach Maxdorf, ins Herz des Pfälzerwalds und an den Donnersberg gehen. Schlimmer geht immer? Mal sehen, was uns erwartet.

In der Todeszone

Zum Glück, er lacht. Florian Korff steigt an der Holzmühle bei Westheim aus dem Auto, unser vereinbarter Treffpunkt, um dem Klimawandel gleich am frühen Morgen in sein grausiges Gesicht zu gucken. „Herzlich willkommen im Revier Lustadt. Das, was ihr hier seht, war bis 2018 ein geschlossener Kiefernbestand“, sagt der Revierförster zur Begrüßung und zeigt auf die Fläche vor uns. Jetzt ist es eine Todeszone. Ein zauseliger Laubbaumnachwuchs, wie Korff es nennt, lässt das Areal noch irgendwie nach Wald aussehen, die schönen Kiefern jedoch sind hin. Nicht nur hier. Und das ist ein Problem, schließlich besteht das ganze Revier zu 75 Prozent aus Kiefern, und fast alle sterben ab. Nährstoffarme Böden, trockene, heiße Sommer, das halten sie nicht aus. „Kiefern kommen mit mageren, sandigen Böden zurecht – aber nicht mit Extremsituationen, wie wir sie seit 2018 immer wieder hatten“, sagt Korff. „Wir leben ohnehin schon in einer warmen und regenarmen Region, bis hier eine Wolke ankommt, hat sie sich in den Vogesen längst abgeregnet.“ Dazu komme der sinkende Grundwasserpegel durch Landwirtschaft außenherum.

Florian Korff steht in seinem Revier vor großen Herausforderungen, wenn hier Wald dem Klimawandel Stand halten soll.
Florian Korff steht in seinem Revier vor großen Herausforderungen, wenn hier Wald dem Klimawandel Stand halten soll.

Mit den Kiefern machen auch Laubbäume schlapp. Buchen sowieso, aber selbst die starke Eiche schwächelt. 2019 hat Florian Korff nicht gelacht. „Das war mein schwärzestes Jahr“, sagt er. Zwischenzeitlich habe er überlegt, sein Haus zu verkaufen, seine Familie zu schnappen und irgendwo hinzuziehen, wo man klimaungewandelt noch ein paar gute Jahre hat. „Ich habe dann auf den Boden geguckt und mir angeschaut, was nachwächst, das hat mir geholfen, mich aus dem Sumpf zu ziehen.“ Von den heimischen Baumarten schaffen es hier jedoch nicht viele über das kritische Kindesalter hinaus. Was sich verbreitet, ist die Robinie. Sie kommt aus Nordamerika und wird von Förstern wegen ihrer invasiven Art eher kritisch gesehen. „Besser ein Robinienwald als gar kein Wald“, sagt Korff.

Die Robinie kommt ursprünglich aus Nordamerika und breitet sich bei uns invasiv aus.
Die Robinie kommt ursprünglich aus Nordamerika und breitet sich bei uns invasiv aus.

Sein Kollege Westermann wehrt sich etwas gegen diese Vorstellung. „Nur Robinien? Dann haben heimische Arten gar keine Chance mehr.“ Korff argumentiert dagegen. Er hat im Fernsehen eine Dokumentation über Rumänien gesehen, da habe man die Robinien wachsen lassen, und unter ihrem Schirm seien neue Baumarten gepflanzt worden. Das habe funktioniert. „Aber unsere heimischen Baumarten schaffen es vielleicht noch, sich auf den Klimawandel einzustellen“, meint Westermann. „Nicht schnell genug“, sagt Korff. Die Neophyten seien schneller und auf dem Vormarsch. Und beim Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen in Trippstadt sei man ratlos: „Es gibt von den Experten dort keine Baumartenempfehlung mehr für hier. Ich frage mich, auf was wir uns zubewegen? Und es bereitet mir Sorgen.“ Korffs Empfehlung an Kollegen in Orten, wo Wald noch in Ordnung ist: „So viele Bäume unterschiedlichster Arten pflanzen, wie es geht, um den Wald auf das vorzubereiten, was kommt.“

Volker Westermann und Georg Spang beobachten in einem heißen Sommer Buchen. Auch diese Baumart macht schlapp.
Volker Westermann und Georg Spang beobachten in einem heißen Sommer Buchen. Auch diese Baumart macht schlapp.

Oh je: Braune Spitzen bei Maxdorf

Braune Spitzen an der Robinie. Im Maxdorfer Wald zeigt sich, dass selbst diese Baumart Schwächen hat. Doch geht es ihr lange nicht so schlecht wie der Kiefer. Auch hier fällt diese großflächig aus. „So sehr, dass gehandelt werden musste, der Wald wurde zu Gefahr für Spaziergänger und Jogger. Eine befreundete Waldpädagogin hat ihre Programme für Kinder eingestellt“, sagt Westermann. Festmeter um Festmeter habe Förster Georg Spang aus dem Wald getragen. Er hat ähnliche Bedingungen wie der Kollege in Westheim: extrem arme Sandböden. „Allerdings macht sich die Esskastanie ganz gut, mit der unter anderem der Kiefernbestand angereichert wurde“, sagt Westermann. „Es ist hier eine Stufe entspannter als in Westheim. Die Frage ist, wie lange noch?“ Klar sei, dass sich auch im Maxdorfer Wald die Robinie ihren Weg sucht, trotz aller Bemühungen, ihr mit Pflanzungen heimischer Arten entgegenzutreten. „Wir müssen darauf vertrauen, dass jede Baumart starke Bäume hat, Bäume mit gutem Genpool, die es schaffen, sich trotz Hitze und Wassermangels zu halten und fortzupflanzen.“ Was laut Westermann nämlich nicht mehr funktioniert: aufforsten mit Pflanzen aus der Baumschule. Sie überstehen den Pflanzschock nicht. Die Umgewöhnung an die Realität. „Wir haben hier zweimal aufgeforstet. Die erste Charge ist zu 95 Prozent vertrocknet. Bei der zweiten entscheidet der hiesige Sommer.“

Tot: Eine von vielen abgestorbenen Kiefern im Revier Lustadt.
Tot: Eine von vielen abgestorbenen Kiefern im Revier Lustadt.

Richtig erholsam wird’s im Herzen des Pfälzerwald

So können Bäume also auch noch aussehen. Wir befinden uns 50 Kilometer weiter auf der B10, ein Stück hinter den Annweiler Tunneln, auf dem Weg nach Johanniskreuz. Wir tauchen in den Pfälzerwald ein und damit ein Stück weit in eine heile Welt. „Es ist richtig erholsam“, sagt Volker Westermann. Im Haus der Nachhaltigkeit erwarten uns Simone Kiefer, Paula Hochscheidt und Forstamtsleiter Niklas Tappmeyer. Drei gut gelaunte Forstexperten. Und sie haben ja auch gut lachen. Schön ist es hier. Der sonnige Tag, macht es noch besser. Als sie allerdings hören, wie es den Kollegen in der Vorderpfalz geht, werden die drei ernst. „Im Vergleich dazu sind die Wälder hier noch intakt“, sagt Niklas Tappmeyer. Die Kiefern stehen gut da. Und der Forstamtsleiter ist froh, dass es keine Fichten sind. Da war es tatsächlich gut, dass die Pfalz mal zu Bayern gehört hat. Die Bayern setzten auf Kiefern, die Preußen auf Fichten. „In anderen Mittelgebirgslagen sieht es deshalb wesentlich schlechter aus, da hat sich der Borkenkäfer die Fichten geholt“, sagt Tappmeyer.

Zum Waldbild gehört in seinem Forstamt vor allem auch die Buche. Eichen gibt es. Lärchen. „Wir haben ein sehr naturnahes Waldbild“, sagt er. Bei der Buche sehe man hin und wieder Trockenschäden. Bislang nur vereinzelt. Extreme Wetterjahre sind ein Grund für Buchenschäden, meint Tappmeyer, das Alter der Buchenbestände sei ein zweiter. „So alte Buchen hatten wir noch nie, seit der Mensch in den Wald eingegriffen hat. In der Vergangenheit wurden sie früher gefällt, um ihr Holz zu nutzen.“ Apropos fällen: Tappmeyer und seine Kolleginnen beobachten, dass der Zuwachs abnimmt. Die Jahresringe werden enger. „Die Bäume verlegen sich aufs Überleben“, sagt er.

Simone Kiefer, Paula Hochscheidt und Forstamtsleiter Niklas Tappmeyer arbeiten in einem noch sehr intakten Waldgebiet.
Simone Kiefer, Paula Hochscheidt und Forstamtsleiter Niklas Tappmeyer arbeiten in einem noch sehr intakten Waldgebiet.

Fichten, Buchen, Eichen – und zur Unterstützung noch ein paar nicht heimische Arten, die sich gut einfügen und ins Ökosystem passen. „Wichtig ist es, Artenvielfalt im Wald zu haben, damit es keine großflächigen Ausfälle geben kann“, sagt Simone Kiefer, die das Haus der Nachhaltigkeit kommissarisch leitet. In Zeiten des Klimawandels sollten Forstleute besonders auf eine möglichst hohe Durchmischung setzen, auf unterschiedliche Baumarten, die unterschiedlich spezialisiert sind. „Und ein stufiger Waldaufbau ist wichtig. Jung und alt gemischt“, ergänzt Tappmeyer. Am runden Tisch im Haus der Nachhaltigkeit wird das Thema Klimawandel eher theoretisch besprochen. Draußen ist schließlich kaum Handlungsbedarf. „Es bleibt eben Spekulation, was in 20 Jahren ist“, sagt der Forstamtsleiter. Aber auch ohne Klimawandel, Trockenheit und Hitze, könne eine Baumart ausfallen. „Ein Pilz kann sie überraschen, nehmen Sie nur mal das Eschentriebsterben. Auf einmal war es da.“

Neben dem aktuell gesunden Waldbestand in guter Lage setzen die drei hier im Herzen des Pfälzerwalds auf noch etwas anderes ihre Hoffnung: dass sich heimische Baumarten über genetische Veränderung anpassen werden. „Das ist nachgewiesen“, sagt Tappmeyer. „Und wir haben es selbst schon beobachtet, als kleine Eichen verpflanzt wurden. Wir haben noch nie zuvor Eichenwildlinge mit solch tief gehenden Wurzeln gesehen“, berichtet Kiefer. Die Natur habe es angelegt, dass die jungen Pflanzen an Wasser kommen. „Wir brauchen hier keine Sorge zu haben, dass wir keinen Wald mehr haben. Die Frage ist, wie er aussieht“, meint sie.

Am Donnersberg: Baumsterben im Wildensteiner Tal

Einmal rund 50 Kilometer quer durch die Pfalz von Süd nach Nord geht es an den Donnersberg. Am Sportplatz von Steinbach treffen wir Martin Teuber vom Forstrevier Dannenfels. Der groß gewachsene Mann rückt sofort mit seiner Botschaft heraus. „Sehen Sie die Felsen? Da fahren wir gleich hin. Unterhalb liegt das Wildensteiner Tal. 100 Hektar Naturwaldreservat haben wir da. 50 Prozent Buche. Zehn Prozent Esche. Die Buchen sterben. Die Eschen sterben. Ob wir etwas machen oder nicht.“ Heißt: Auch dort, wo der Mensch nicht eingreift, schlägt der Klimawandel zu. Seit 50 Jahren wird das Areal der Natur überlassen. Dem Förster ist das wichtig zu betonen, denn mit dem Klimawandel habe sich auch das Bild des Försters geändert. „Auf einmal wird unterstellt, dass Forstwirtschaft den Wald zerstört“, erläutert Westermann. „Bei der Durchforstung, wenn wir Bäume fällen, sehen die Menschen rot. Dabei geht es uns vor allem um vielfältige und stabile Waldbestände.“ Teuber ergänzt: „Forstwirtschaft ist hier in den Hintergrund getreten, uns geht es mehr um die Walderhaltung.“

Martin Teuber zeigt, dass die Natur gegen den Klimawandel kämpft – auch dort, wo sie der Mensch ganz in Ruhe lässt.
Martin Teuber zeigt, dass die Natur gegen den Klimawandel kämpft – auch dort, wo sie der Mensch ganz in Ruhe lässt.

Doch warum streiken die Bäume im Wildensteiner Tal? Es ist lange nicht so heiß wie in der Rheinebene. „Aber es ist trocken, der Boden ist quasi Schotter“, sagt Teuber. Hier ganz in der Nähe des Donnersbergs liegt Rhyolith, ein Vulkangestein, welches chemisch dem Granit ähnlich ist. Wasser wird nicht gespeichert. „Wald hatte es hier schon immer schwer, aber bislang hat er sich gehalten.“ Bislang. Außerhalb des Naturreservats ist Teuber deshalb am Testen, wie Wald mit nur einer dünnen Humusschicht über kargem Gestein in trockenen Sommern überleben könnte. Er hat Samen von trockentoleranten Bäumen ausgeworfen – Elsbeere oder Speierling. Gut funktioniert hat das nicht. Naturverjüngung, sprich: Dass Samen der „erwachsenen“ Bäume aufgehen, klappt ebenfalls nicht richtig. „Wir müssen versuchen, was geht und was nicht geht“, sagt Teuber. Wichtig sei, dass Wald irgendwie bleibt. Denn sei der Boden in diesen Hanglagen ungeschützt, reiße ihn ein Regenguss fort. „Dann haben wir den blanken Fels.“ Anders als seine Kollegen am Haus der Nachhaltigkeit glaubt Teuber nicht so recht, dass sich Bäume rechtzeitig an den Klimawandel anpassen. „Der geht zu schnell voran.“ Aber auf Vielfalt setzt auch er. „Mein alter Chef hat gesagt, Wald muss wie ein Tante-Emma-Laden sein, mit dem Angebot liegt man nie ganz falsch.“ Und wenn es Schwarzdorn, Brombeere und Speierling seien, die sich halten, Hauptsache Wald. „Zum Glück sieht es nicht überall in meinem Revier so aus“, meint Teuber noch, bevor wir weiterfahren. „Sonst hätte ich mich schon aufgehängt.“

Am Nordhang des Wildensteiner Tals mit Blick auf den Süden: Hier sterben in großem Stil Buchen und Eichen ab.
Am Nordhang des Wildensteiner Tals mit Blick auf den Süden: Hier sterben in großem Stil Buchen und Eichen ab.

145.000 kleine Weißtannen könnten eine Antwort sein

Teuber übergibt uns an seinen Kollegen Wolfgang Seither. Er betreut das Revier Haide im Nordosten des Donnersbergkreises. Wir fahren mit ihm in seinen Wald. Auch der kämpft. Aber noch nicht so arg. Seither kann mit einer großen Artenvielfalt aufwarten – „34 Baumarten gibt es, wenn auch manche nur in homöopathischen Dosen“ – und mit einem großangelegten Versuch von Naturverjüngung. Was nur ein paar Kilometer entfernt nicht zu gelingen vermag, könnte hier eine Antwort auf den Klimawandel sein. Geschätzte 95.000 Buchen auf einem Hektar. Eine Million Eichen auf einem Hektar. Und: 145.000 Weißtannen auf einem Hektar – der vielleicht vielversprechendste Nachwuchs. „Den schaffen selbst die Rehe nicht zu verbeißen“, sagt Seither. Allerdings spiele die Jagd eine wichtige Rolle, um das natürliche Gleichgewicht im Revier zu halten.

145.000 Weißtannen auf einem Hektar: Den vielleicht vielversprechendsten Versuch von Naturverjüngung zeigt Wolfgang Seither.
145.000 Weißtannen auf einem Hektar: Den vielleicht vielversprechendsten Versuch von Naturverjüngung zeigt Wolfgang Seither.

„Mit vielen Baumarten auf der Fläche geben wir der Natur eine Chance, mit der Baumart zu arbeiten, die dem Klimawandel widersteht“, sagt Seither. Er mag seinen Beruf, und für seinen Wald würde er alles tun. Und das habe er mit all den Kollegen, die wir getroffen haben, gemein, so unterschiedlich ihre Situation auch sei. „2200 Quadratkilometer Wald auf 5450 Quadratkilometern Pfalz. Überall sieht es anders aus. Überall muss man anders auf den Klimawandel reagieren. Aber reagieren müssen wir. Zumindest achtgeben. Es gibt nicht das eine Rezept. Das ist das, was ich heute mitgenommen habe“, sagt Volker Westermann ein paar Minuten später. Die Autobahn liegt vor uns und führt uns zurück in die Rheinebene, wo unsere Reise begonnen hat.

Im Revier Haide bei Kirchheimbolanden setzt Förster Wolfgang Seither auf Naturverjüngung. Hier auf dem Foto sind viele kleine We
Im Revier Haide bei Kirchheimbolanden setzt Förster Wolfgang Seither auf Naturverjüngung. Hier auf dem Foto sind viele kleine Weißtannen zu sehen.
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