Panorama Stürmischer Rosenmontag

Trotz heftiger Windböen und Regenschauer haben am Rosenmontag Hunderttausende Jecken und Narren in den Fasnachtshochburgen gefeiert. So verfolgten gestern etwa 450.000 Menschen den traditionellen Umzug in Mainz, der kurz nach dem Start aufgrund starker Böen für einige Minuten gestoppt werden musste. Während Düsseldorf etwa 600.000 Zuschauer meldete, hieß es vom größten närrischen Lindwurm in Köln, dass eine seriöse Schätzung nicht möglich sei. Allerdings sorgte Sturmtief „Bennet“ deutschlandweit auch für einige Absagen. Der Kölner Rosenmontagszug startete pünktlich um 10 Uhr bei noch trockenem und teils sonnigem Wetter. Allerdings mussten die Kölner Jecken wegen der Sturmwarnung auf Schilder, Fahnen und tragbare Großfiguren verzichten; auch die Pferde blieben wie in Düsseldorf und Mainz im Stall. In Düsseldorf entschieden sich die Veranstalter zudem aufgrund der Wetterprognose, den Zug 90 Minuten später als geplant um 13.30 Uhr starten zu lassen. Im Mittelpunkt der Umzüge standen wieder die großen Motivwagen, mit denen die Narren das politische und gesellschaftliche Geschehen aufs Korn nehmen. Zu den Themen gehörten etwa der Brexit (unser Bild entstand in Düsseldorf), die große Koalition in Berlin oder auch der Missbrauchsskandal der katholischen Kirche.