Panorama
Nach Aus von Kultserie: Die „Lindenstraße“ geht ins Museum
Köln/Speyer. Mutter Beimers Küche kommt nach Bonn, das Restaurant „Akropolis“ in die Pfalz nach Speyer: Nach dem absehbaren Ende der „Lindenstraße“ werden Requisiten, Kostüme und Kulissen der Fernsehserie in mehreren deutschen Museen zu sehen sein, teilte der WDR am Montag in Köln mit. So wird nach dem Aus der Serie im März 2020 neben der Küche von Helga Beimer (gespielt von Marie-Luise Marjan, 79) auch die Bushaltestelle Lindenstraße/Kastanienstraße ins Bonner Haus der Geschichte wandern.
„Akropolis“ und „Café Bayer“ nach Speyer
Das Technik Museum Speyer bestätigte, dass frühestens ab dem zweiten Halbjahr 2020 das „Lindenstraßen“-Restaurant „Akropolis“ sowie das „Café Bayer“ in eine seit 2012 bestehende Dauerausstellung zur Serie integriert würden. Allerdings sei die Anzahl der Ausstellungsstücke noch unklar.
Auch die Deutsche Kinemathek in Berlin wird den Angaben zufolge verschiedene Requisiten ausstellen, etwa die Speisekarten des „Akropolis“ sowie die Bademäntel von Helga Beimer und Anna Ziegler (gespielt von Irene Fischer, 59). Die Kinemathek nimmt für die neue „Sammlung Lindenstraße“ zudem 373 Folgen der Serie dauerhaft in ihren Bestand auf.
Serienende im März 2020 nach 1758 Folgen
Dem WDR zufolge laufen Gespräche mit weiteren Museen, die an einer Übernahme von Möbeln, Innenkulissen, Requisiten und Kostümen aus der „Lindenstraße“ interessiert sind. Die übrigen Kostüme, Kulissen und Requisiten sollen in den auch vom WDR genutzten Fundus für Film- und Theaterausstattung übergehen oder werden für einen karitativen Zweck verkauft.
Trotz Protesten der Schauspieler und von Fans wird am 29. März mit „Auf Wiedersehen“ nach knapp 35 Jahren die 1758. und letzte Folge der „Lindenstraße“ ausgestrahlt. Die ARD hatte im November 2018 das Ende der wöchentlichen Serie verkündet, die seit 1985 immer sonntags läuft. Als Gründe für die Einstellung wurde auf sinkende Zuschauerquoten und zu hohe Kosten verwiesen.