Panorama Die unwahrscheinliche Trennung

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«München.» 1972 haben sie sich in München beim Fasching kennengelernt. Über 40 Jahre lang waren sie verheiratet. Die Nachricht, dass sich Thomas und Thea Gottschalk trennen, kommt für viele überraschend.

Es gibt prominente Paare, von denen man dachte, ihre Beziehung könnte harmonischer nicht sein. Thomas und Thea Gottschalk sind so ein Fall. Sie sind seit mehr als 40 Jahren verheiratet. Die beiden haben zwei erwachsene Söhne, seit 2010 sind sie Großeltern. Der Skandalfaktor ihrer Ehe ist gleich null. Dann gestern die Nachricht: Die Gottschalks sind seit „geraumer Zeit“ getrennt. Den Jüngeren muss man es vielleicht erklären: Thomas Gottschalk (68) ist eine Legende. Er war über viele Jahre der wichtigste TV-Moderator und versammelte die Nation zu „Wetten, dass..?“ vorm Fernseher. Er machte in der Show seine Witze, seine Frau wirkte wie der ruhende Pol hinter den Kulissen. Bei den gewagten Outfits ihres Mannes konnte die fünf Jahre ältere Thea gut mithalten. Noch im Sommer 2018 waren die Gottschalks wie so oft bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth. Und auch im November, als die verheerenden Brände in Kalifornien ihr Haus in Malibu zerstörte, sprach er von ihr liebevoll: Sie habe die Katzen gerettet. Im Dezember 2017, da war Gottschalk noch bei Twitter aktiv, erzählte er von Weihnachten in Malibu. Wie er mit Thea über den Baumschmuck diskutiert: Das klang lustig, ein bisschen wie bei Loriot. Angefangen hat alles vor 47 Jahren. Es war Fasching in München, Medizinerball. „Und da stand Thea“, sagte Gottschalk. Sie habe sich hinter Gottschalk vor einem hartnäckigen Verehrer versteckt. „Da habe ich gesagt: Wenn du dich hinter mir versteckst, kannst du auch mit mir tanzen.“ Beim Tanzen habe er angegeben damit, dass er Moderator beim Bayerischen Rundfunk sei – und Karten für Deep Purple am folgenden Tag habe. Das wurde ihr erstes Date. „Wir haben uns seitdem nicht länger als ein paar Tage aus den Augen gelassen“, sagte er 2012. Auf die Frage nach dem Geheimnis ihrer Ehe antwortete er: „der Spaß“. Der „Bild“-Zeitung zufolge ist jetzt aber Schluss mit lustig. Anfang des Jahres soll der 68-Jährige eine neue Frau kennengelernt haben. In einem Interview zur Silberhochzeit 2001, das das Paar gemeinsam führte, sagte Thea Gottschalk, dass sie nicht gerne in der Öffentlichkeit stehe. „Ich bin immer weniger bereit, unser Privatleben an die große Glocke zu hängen.“ Die Anonymität, die sie in ihrer kalifornischen Heimat genieße, helfe ihr dabei. Dass die Villa in Malibu vor wenigen Monaten durch ein Feuer zerstört wurde, war ein harter Brocken. Gottschalk verlor wertvolle Schätze, darunter „Der Panther“ in der Handschrift von Rainer Maria Rilke. „Das ist ebenso in Flammen aufgegangen wie das Treppenhaus, durch das meine Kinder immer getobt sind.“ Bei der Bambi-Verleihung in Berlin war Gottschalk dann ganz der Show-Profi, nach außen hin gelassen, mit Galgenhumor: „Es gibt Dates, die sagt man nicht ab – auch wenn die Hütte brennt.“ Das war sein Spruch zum Auftritt mit der Diva Sophia Loren. Dass nach der Trennung schmutzige Wäsche gewaschen wird, ist nicht zu erwarten, auch ein „Jetzt rede ich“-Interview von Thea wäre eine große Überraschung. Die Gottschalks sind schließlich keine C-Promis.

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