Panorama Bahn unterstützt Opfer von Brand an ICE-Strecke

Bei dem Brand der Häuser in unmittelbarer Nähe der Bahnlinie wurden 32 Menschen verletzt.
Bei dem Brand der Häuser in unmittelbarer Nähe der Bahnlinie wurden 32 Menschen verletzt.

«Siegburg.»Nach dem Großbrand an der Siegburger ICE-Strecke mit zahlreichen Verletzten suchen Ermittler der Polizei nach der Ursache für das verheerende Feuer.

„Die Ermittler sind vor Ort und nehmen sämtliche Brandorte in Augenschein“, sagte gestern ein Polizeisprecher. Bei dem Feuer waren am Dienstag laut Stadt Siegburg 32 Menschen verletzt und mehrere Gebäude in Nähe der Bahnstrecke zerstört worden. Ein Böschungsbrand hatte auf die Häuser übergegriffen. Die wichtige ICE-Strecke musste gesperrt werden. Immerhin diesbezüglich gab es gestern gute Nachrichten: Schnellzüge konnten die Strecke wieder befahren. Nach Angaben der Stadtverwaltung konnten nach dem Brand 15 Menschen nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren, sie leben nun zunächst bei Freunden und Verwandten. Die Deutsche Bahn kündigte an, sich mit einer halben Million Euro an einem Hilfsfonds für die Betroffenen zu beteiligen. „Ich weiß gar nicht, was man den Leuten sagen soll, die hier gewohnt haben“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul am Brandort. Bundeskanzlerin Angela Merkel wünschte den Verletzten schnelle Genesung. Wie es zu dem Brand kam, ist weiter unklar. Durch die wochenlange Dürre breitete er sich rasend schnell aus. Die Stadtverwaltung hatte nach Ausbruch des Feuers mitgeteilt, vermutlich habe ein vorbeifahrender Zug Funken geschlagen und so die Flammen entfacht. Später wurde diese Aussage relativiert und betont, es seien auch andere Ursachen möglich. Die Bahn warnte vor voreiligen Schlüssen. „Es kann auch eine Zigarette gewesen sein, es kann Brandstiftung gewesen sein“, sagte NRW-Innenminister Reul. Laut Polizei habe aber mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ der zur Brandzeit herrschende Wind sowie Luftverwirbelungen vorbeifahrender Züge eine Rolle bei der Ausbreitung des Feuers gespielt. Der Funkenflug eines Zuges als Auslöser für einen Böschungsbrand an einer Bahntrasse ist nach Einschätzung des Experten Christian Schindler unwahrscheinlich. „Dass ein Funkenflug zu einem Böschungsbrand geführt hat, ist mir nicht bekannt“, sagte der Leiter des Instituts für Schienenfahrzeuge und Transportsysteme an der Uni Aachen.

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