Zweibrücken Zweimal Zündstoff: Schulentwicklung und Schule 4.0

Diskussionen dürfte es heute in der Sitzung des Schulträgerausschusses geben. Gleich zwei Themen bieten Zündstoff: der gemeinsame Schulentwicklungsplan für Pirmasens, Zweibrücken und den Landkreis Südwestpfalz sowie der CDU-Antrag auf Einrichtung einer Steuerungsgruppe Schule 4.0.
Der Ausschuss soll dem gemeinsamen Schulentwicklungsplan zustimmen. Aus der Beschlussvorlage geht hervor, dass Schuldezernent Christian Gauf (CDU) darin ein geeignetes Instrument sieht, „das schulische Angebot zukunftsfähig weiterzuentwickeln“. Erstellen soll den Plan ein Unternehmen. Die SPD-Fraktion kündigt an, nicht zuzustimmen, bevor nicht klar ist, was das Unternehmen genau machen soll und ob es wirklich nötig ist, Externe mit dem Plan zu betrauen. Bis dato gibt es für die Entwicklung der Zweibrücker Schulen nur einen Zweibrücker Plan. 2008 schon wollten die beiden Städte und der Landkreis einen gemeinsamen Plan in Auftrag geben; Kosten für Zweibrücken: 5000 bis 10 000 Euro. Der Hauptausschuss gab grünes Licht. Nachdem Contwig aber eine Integrierte Gesamtschule (IGS) beantragt und auch bekommen hatte, zog Zweibrücken die Zusage zurück. Nun lautete der Tenor im Hauptausschuss: Contwig sei die einzige mögliche Schnittstelle gewesen, und mit der Genehmigung der dortigen IGS sei ein Schulentwicklungsplan mit Pirmasens und dem Landkreis überflüssig und zu teuer. Wegen der Schule 4.0 – es geht um die digitale Ausstattung von Schulen – gab es bereits vergangene Woche im Stadtrat Debatten. Ausgelöst wurden sie durch eine Nachfrage der SPD zu dem Umstand, dass CDU-Stadträtin Christina Rauch und eine weitere Person sich den Begriff Schule 4.0 beim Patentamt schützen ließen (wir berichteten am 15. März). Das Thema wurde in den Schulträgerausschuss verwiesen, der heute darüber beraten soll. Heute Ausschusssitzung Die öffentliche Sitzung des Schulträgerausschusses beginnt heute um 17 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses.