Zweibrücken
Zweibrückerin Becker holt Bronze bei deutscher Mehrkampfmeisterschaft
Eutin. Vier Sportlerinnen schickte die VT Zweibrücken am Wochenende in die diversen Konkurrenzen bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften der Turner im Osten Schleswig-Holsteins. Am besten schnitt in Eutin die Erfahrenste ab: Johanna Becker gewann die Bronzemedaille.
Seit Jahren lebt die gebürtige Zweibrückerin Johanna Becker schon in Köln, seit 2018 arbeitet sie als Sport- und Mathematik-Lehrerin in Dormagen. In Köln hat sie sich einem neuen Turnverein angeschlossen, bei deutschen Mehrkampfmeisterschaften startet die dreimalige Titelträgerin der Jahre 2008, 2009 und 2011 aber aus alter Verbundenheit immer noch für die VT Zweibrücken. In der Altersklasse 20 bis 29 wurde sie jetzt in Eutin im Jahn-Neunkampf (Turnen: Boden, Sprung, Stufenbarren, Leichtathletik: 100 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen, Schwimmen: Kunstspringen, 25-Meter-Tauchen und 100-Meter-Schwimmen) mit 105,403 Punkten Dritte hinter Caroline Eble (TV Konstanz, 105,867) und der Siegerin Sabine Storz (Jahn Freiburg, 108,118). Die 29-jährige Becker punktete nach langjähriger DM-Pause vor allem durch ihre Vielseitigkeit, war zum Beispiel die Beste beim Tauchen.
Die drei jüngeren VTZ-Turnerinnen wurden in Eutin von Anne Meister betreut. Chiara Conrad schrammte bei ihren ersten deutschen Meisterschaften im deutschen Sechskampf (Sprung, Stufenbarren, Boden, 75m, Weitsprung, Kugelstoßen) in der Altersklasse 12/13 knapp am Podium vorbei. Sie kam auf 63,069 Punkte (Siegerin: Sofie Peter aus Wolfenbüttel, 68,535) und zeigte ihre beste Leistung beim Bodenturnen und im Sprint. Lina Meister hingegen erwischte keinen guten Tag. Die Leichtathletik lief noch gut. Beim Turnen hatte sie aber einen Sturz am Boden (minus einen Punkt) und einen Fast-Sturz am Stufenbarren. Dafür klappte ihr Sprung über den Tisch so gut wie noch nie (13,75 von 14,30 Punkten). Sie landete damit auf Platz 21. Im deutschen Sechskampf der AK 16/17 wurde Sarah Conrad 23. Bei ihr klappte alles recht ordentlich. Laut Anne Meister war jedoch das turnerische Niveau bei den Titelkämpfen sehr hoch. Fehlende Punkte waren in der Leichtathletik kaum aufzuholen.