Sportsfreunde RHEINPFALZ Plus Artikel Zweibrücker Tischtennis-Talent Schütt sehnt neue Konkurrentinnen herbei

Allzu oft konnte Isabell Schütt noch nicht für den 1. FC Saarbrücken-TT in der Regionalliga antreten.
Allzu oft konnte Isabell Schütt noch nicht für den 1. FC Saarbrücken-TT in der Regionalliga antreten.

Ein Turnier folgte in den vergangenen Jahren dem nächsten. Auf regionaler Ebene eilte die 17-jährige Isabelle Schütt aus Zweibrücken von Sieg zu Sieg und war in Training, Liga und Turnieren im Dauereinsatz. Die Corona-Pandemie bremste aber auch die ehrgeizige Angriffsspielerin gehörig aus.

Teilnahmen an Bezirks- und Kreisturnieren, Südwest- sowie nationalen Meisterschaften gab es für Schütt im Wochenrhythmus. Dort, wo es regional um etwas ging, da war auch die Gymnasiastin des Saarbrücker Rotenbühl-Gymnasiums, einer Eliteschule des Sports, zu finden. „Die jetzt abgebrochene Saison war für mich ziemlich kurz. Ich hatte drei Spiele in der Regionalliga, mehr war es nicht. Wir hatten auf Turniere gehofft, die wurden aber immer wieder verschoben oder abgesagt. Wir hoffen jetzt auf den Sommer“, sagt Schütt, die auch schon mehrfach an nationalen Titelkämpfen der Damen teilnahm.

Bei den BTTF Zweibrücken hatte sie in jungen Kinderjahren erstmals den Schläger in der Hand, spielte dort später auch in der Pfalzliga. Ihr Talent wurde erkannt. Schütt ging auch früh ins Stützpunkttraining des Pfälzischen Tischtennis-Verbandes und weckte Begehrlichkeiten anderer Klubs. Später wechselte sie zum damaligen Oberligisten TTC Nünschweiler, wurde dort von Peter Becker trainiert. Ihr größter Einzelerfolg war der 14. Platz beim Top-24-Bundesranglistenturnier der Jugend (U18) im Jahr 2018, als sie gegen die nationale Elite eine sehr gute Figur machte. Sie gehörte bundesweit auch mal zu den Top 10 ihrer Altersklasse. Nach einer Zwischenstation bei der DJK Heusweiler und dem Regionalliga-Abstieg folgte der Wechsel zum ambitionierten 1. FC Saarbrücken-TT, der mit seiner Herren-Mannschaft schon lange in der nationalen und europäischen Spitzenklasse mitmischt.

Profiwunsch nur noch als vages Ziel

In der Südweststaffel der Regionalliga führt sie das Team an, spielt dort mit dem größten Saar-Talent, der 14-jährigen Magdalena Hübgen, Ann-Kathrin Renkes und Ninar Al-Khatib zusammen. Eine vollständige Saison erlebte sie mit den Blau-Schwarzen coronabedingt aber weder im Spieljahr 2019/20 noch in 2020/21. In ihren drei Partien der Runde 2020/21 erspielte sie sich eine Siegbilanz von 4:5, verlor aber mit ihrer Mannschaft alle drei Partien.

Doch in ihrer ersten Saison an der Saar gelangen der Zweibrückerin auch schon Siege gegen Hochkaräter der vierthöchsten Liga. Vor zwei Jahren gab sie noch das Ziel Bundeskader der Jugend als Ziel aus, heute hegt Schütt nur noch einen vagen Profiwunsch. „Es ist sehr schwer und nicht mein Hauptziel, dass ich mit Tischtennis Geld verdienen möchte. Ich würde gerne versuchen, mich so weit wie möglich hochzuarbeiten“, bemerkt Schütt, die auch ein großes Augenmerk auf ihren schulischen Leistungen legt. „Wenn ich mit der Schule fertig bin, sehe ich, wie gut mein Niveau ist. Ob ich dann Profi werde oder studieren gehe, das werde ich danach sehen. Es wäre ein Traum, aber es ist ein langer Weg, das zu erreichen.“

Wieder in den Wettkampfrhythmus finden

Durch den Besuch der Eliteschule des Sports hatte Schütt den Vorteil, dass sie bereits seit Anfang des Jahres wie gewohnt trainieren konnte. Beim FCS wird zum Teil, vor allem bei den Herren, unter Profibedingungen trainiert. „Ich hoffe einfach, dass es mit der Mannschaft in der Regionalliga wieder losgeht und Turniere auf nationaler Ebene stattfinden“, sagt die Offensivspielerin. Ihre Ziele liegen wegen der Corona-Pandemie nicht unbedingt im Erreichen irgendwelcher Platzierungen. „Ich will wieder in den Wettkampfrhythmus reinkommen. Ich will fokussiert und konzentriert spielen, will positiv bleiben und alles geben, auch wenn es am Anfang vielleicht ein bisschen holprig läuft“, erklärt Schütt.

Eines jedoch ist Schütt in den vergangenen Monaten wirklich nicht leicht gefallen. „Es war schwer, mich in manchen Phasen für das Training zu motivieren und fleißig weiter zu trainieren. Man hatte in den vergangenen Jahren eben Turniere, auf die man hingearbeitet und danach Dinge gesehen hat, die man verbessern konnte“, erklärt die FCS-Akteurin. Nun bleibe nur der Vergleich mit immer denselben Konkurrentinnen im Training. „Die Turniere fehlen doch sehr“, betont die 17-Jährige daher, die auch in der anstehenden neuen Saison 2021/22 für den 1. FC Saarbrücken-TT aufschlagen wird.

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