Handball
Zweibrücker SV-Löwen müssen bei meisterlichen Artgenossen ran
Für den Nachwuchs des Erstligisten steht das Ende der Runde unmittelbar bevor. Denn an der Aufstiegsrunde dürfen sie nicht teilnehmen, die Junglöwen aus der Kurpfalz sind nicht aufstiegsberechtigt. Am Liga-Pokal hatten sie kein Interesse, meldeten dafür nicht. Im Gegensatz zu den Zweibrücker Löwen. „Auch wenn es schon eines Wunders bedürfte, um diese Runde noch zu erreichen“, sagt SV-Trainer Stefan Bullacher schmunzelnd. Aus eigener Kraft kann es der SV 64 nicht mehr schaffen.
Von daher gehen beide Teams entspannt ins Spiel. An der Favoritenrolle der Rhein-Neckar Löwen ändert das nichts. Die Runde endet ohnehin nur für das Team, die Spieler selbst sind weiter stark gefordert. Zum Teil im Erstliga-Team, zum Großteil auch bei den A-Junioren, die sich für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert haben. „Wir sind gespannt, in welcher Aufstellung die Rhein-Neckar Löwen gegen uns antreten“, sagt Bullacher. Der attestiert dem Klub gute Nachwuchsarbeit. Aus deren Schule kommt auch der Zweibrücker Neuzugang für kommende Saison, Spielmacher Adam Soos.
Drei Spieler der Rhein-Neckar Löwen II jüngst mit Profiverträgen ausgestattet
Wie stark der Nachwuchs des Bundesligisten einzuschätzen ist, zeigt die Tatsache, dass zuletzt drei Spieler Profi-Verträge erhalten haben: Torwart Mats Gruppe und der Linkshänder im Rückraum, Elias Scholtes, bis 2023. Linksaußen Lion Zacharias, der kommende Saison an die Eulen Ludwigshafen ausgeliehen wird, sogar bis 2024. Er spielte mit dem Bundesliga-Team am Donnerstag bereits in Minden. Das Hinspiel gewannen die Rhein-Neckar Löwen 36:32. Scholtes hatte in Zweibrücken stark gespielt, sechsmal getroffen.
Torwart Mats Gruppe rückte nach dem Spiel in Zweibrücken erst verstärkt in den Fokus. Bis dahin hatte meist U19-Europameister David Späth aus Kaiserslautern das Junglöwen-Tor gehütet. Bei einer Rettungstat in der Westpfalzhalle – er wollte den Wurf von SV-Keeper Alexander Dörr ins leere Tor vereiteln – war Späth an den Torpfosten geknallt. Zunächst schien alles okay. Tage später erhielt er die bittere Diagnose Kreuzbandriss. Mit bitteren Diagnosen mussten in dieser Saison die Zweibrücker auch oft umgehen. Zuletzt wieder bei Abwehrspezialist Benny Zellmer, der am Montag an der verletzten Schulter operiert wurde.
SV-Team will an gute Leistungen der englischen Woche anknüpfen
Gegen die beiden Spitzenteams aus Leutershausen und Pforzheim/Eutingen hatten sich die Zweibrücker in der englischen Woche zuletzt sehr gut aus der Affäre gezogen. „Das wollen wir auch bei den Rhein-Neckar Löwen schaffen“, stellt Bullacher fest. „ Es geht es darum, einfach mit einem guten Gefühl in die Qualifikationsrunde zu gehen. Zu wissen, dass wir gegen jede Mannschaft erfolgreich bestehen können“, sagt der SV-Coach.