Handball
Zweibrücker Oberliga-Frauen unterliegen gleich doppelt auswärts
Mit 27:33 (13:18) unterlag das Team vom Schwarzbach am Freitag an der Nahe im Nachholspiel beim HSV Sobernheim, und mit 20:26 (10:12) am Samstag am Rhein bei den SF Budenheim. Zwei Gegner mit unterschiedlichen Spielanlagen, mal mit, mal ohne Harz gespielt. Letztlich ausschlaggebend dafür, dass die Heimreise ohne Punkte angetreten werden musste, war aber, „dass wir gegen Sobernheim keine gute Abwehr gespielt haben und tags darauf in Budenheim die Abwehr gut war, aber diesmal der Angriff nicht passte“, resümierte SV-Trainer Rüdiger Lydorf.
Seine Mannschaft musste einige Rückschläge verkraften. Lara Schlicker war noch mit nach Bad Sobernheim gefahren, signalisierte aber schon vor dem Anpfiff: Hier geht heute nichts. Lucy Hilz und Jasmina Zimmermann fehlten ohnehin krank. Vor allem, dass Hilz nicht spielen konnte, hatte Einfluss auf die Abwehrstabilität. „Es passte nicht“, resümierte der SV-Coach nach der schwachen Defensivleistung. Die Lücken zwischen den einzelnen Positionen waren zu groß. Immer wieder tankten sich körperlich überlegene Gastgeberinnen durch. Es mangelte aber auch der Bereitschaft, die Lücken mal zuzulaufen. „Die hat vor allem in der ersten Halbzeit gefehlt“, bemängelte Lydorf. 13:18 lagen die Zweibrückerinnen zur Pause zurück.
Abwehrschwäche in Sobernheim, Angriffsschwäche in Budenheim
Die Abwehrschwäche hatte zur Folge, dass die Gäste nicht ins angestrebte Tempospiel kamen. In Sobernheim, wo Harzen noch verboten ist, kam dazu, dass die Passqualität, gerade dann, wenn sich mal Gegenstoßchancen eröffneten, zu schwach war. „Wir haben es in den entscheidenden Momenten nicht verstanden, unsere Chancen zu nutzen“, analysierte Lydorf. Dass an einem solchen Abend auch noch die Schiedsrichter unterschiedliche Maßstäbe beim Zählen der Schritte anlegten – zum Nachteil von Annalena Frank – „passt dann ins Bild“, bilanzierte er. Das SV-Team war in Sobernheim durch zwei Tore von Kreisläuferin Lea Bullacher und einen Treffer von Janine Baus noch mit 3:1 in Führung gegangen. Ab dem 4:4 (7.) übernahmen die Gastgeberinnen aber die Spielkontrolle.
Ab nach Mainz an den Rhein hieß es für das Gros der Mannschaft gleich nach dem Schlusspfiff. Dort stand am nächsten Tag die Partie bei den Sportfreundinnen Budenheim an. Gemeinsam in Mainz zu übernachten, entspannt bei einer Partie Mini-Golf sportlich in den Spieltag zu starten, „war definitiv die richtige Entscheidung“, sagt Lydorf. Zählbares gab’s aber auch hier nicht. „Diesmal stand die Abwehr deutlich besser“, freute sich der Coach zwar. Aber in Budenheim passte es im Angriff nicht. „Und das bedeutete schnelle Ballverluste und daraus resultierend Budenheimer Gegenstöße“, sagte er. Schon im Hinspiel hatten die Budenheimerinnen den SV 64 ausgekontert. Das war auch dieses Mal so. Vor allem direkt nach dem Seitenwechsel, als Budenheim von 12:10 auf 20:17 wegzog.
So spielten sie
HSV Sobernheim - SV 64 Zweibrücken 33:27
SV 64-Torschützinnen: Dzialoszynski und Frank (je 7); Baus (7/1), Bullacher (3), Pfeifer (2), Kiefer (1/1)
SF Budenheim - SV 64 Zweibrücken 26:20
SV-Tore: Kiefer (5/1), Baus und Dzialoszynski (je 4); Frank, Pfeifer, Bullacher (je 2), Jaq (1).