Zweibrücken
Zweibrücker Migrationsbeirat plant Lesungen in verschiedenen Sprachen
In diesem Jahr will der Zweibrücker Beirat für Migration und Integration Literatur-Nachmittage mit Lesungen in verschiedenen Sprachen veranstalten. Beginnen wird Sarina Wolf mit Klassikern von Leo Tolstoi und Alexander Puschkin. Darüber einigte sich der Beirat in seiner Sitzung am Dienstag.
Der Auftakt am 6. April im Mehrgenerationenhaus ist gleichzeitig ein Test. Er soll zeigen, ob genügend Leute Interesse an der Reihe haben. Wie Elke Hilgert, die stellvertretende Vorsitzende des Beirats, erläuterte, soll bei entsprechendem Zuspruch jeden Monat ein Literatur-Nachmittag stattfinden. Geplant seien beispielsweise Lesungen in italienischer und arabischer Sprache. Dolmetscher für die Übersetzung stünden ausreichend zur Verfügung.
In Kürze werde zudem eine Wanderausstellung aus Homburg mit dem Titel „Mädchen auf der Flucht“ starten. Die 14 Banner würden an verschiedenen Stellen in Zweibrücken aufgestellt, unter anderem im Rathaus. Die Abschlussveranstaltung sei für den 9. März in der Volkshochschule geplant. Zudem wird sich der Beirat am 14. März zusammen mit dem Bündnis Buntes Zweibrücken auf dem Hallplatz versammeln und mit der Aktion „Gesicht zeigen“ für ein weltoffenes Deutschland plädieren. Elke Hilgert erklärte den Beiratsmitgliedern die Besonderheit des Datums. Zweibrücken sei am 14. März 1945 in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs bei einem verheerenden Bombenangriff der Alliierten völlig zerstört worden.
Gemeinsames Fastenbrechen und Hinterhoffest geplant
Zu Beginn der Beiratssitzung informierte Manfred Hilgert, über den Verein „Zukunft zusammen.“ Er erinnerte an die Gründungsphase des Vereins 2016. Damals hätten sich Leute zusammengeschlossen, die zuvor auf dem Flugplatz zur Notversorgung der Flüchtlinge eingesetzt wurden. Der spendenfinanzierte Verein habe rund 60 Mitglieder, helfe etwa bei der Vorbereitung zu Sprachkursen, bei der Wohnungssuche, bei Behördengängen und vielem mehr. Außerdem biete man allgemeine Lebenshilfe an, etwa wenn es um Geburten, Partnerberatung und Trauerbewältigung gehe.
Manfred Hilgert erzählte von Projekten wie dem Sprachcafé im Mehrgenerationenhaus, gemeinsamem Kochen, Ausflügen und Stammtischen. Auch dieses Jahr gebe es wieder das Fastenbrechen nach dem Ramadan auf dem Herzogplatz. In Zusammenarbeit mit dem Migrationsbeirat veranstaltet der Verein am 29. August in der Maxstraße 3 ein Hinterhoffest, bei dem unter anderem Karaoke auf dem Programm steht.