Fragen und Antworten Zweibrücker Impfzentrum soll am 15. Dezember starten

Das Impfzentrum in Zweibrücken wird im City-Outlet am Busbahnhof eingerichtet.
Das Impfzentrum in Zweibrücken wird im City-Outlet am Busbahnhof eingerichtet.

Die Stadt wird ein eigenes Corona-Impfzentrum erhalten. Dieses soll am 15. Dezember in Betrieb gehen und vorerst ein Jahr lang offen bleiben. Wo das Impfzentrum entsteht, wer sich dort impfen lassen darf sowie den aktuellen Stand der Planung sind hier in einigen Fragen und Antworten zusammengefasst.

Wo wird das Impfzentrum aufgebaut?
Die Stadt wird im City-Outlet das Impfzentrum einrichten. Die Räume im Erdgeschoss gegenüber der Winebar – dort war zuletzt die Schulbuchausleihe untergebracht – sollen voraussichtlich für ein Jahr von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft gemietet werden. Zusätzlich zum Impfzentrum soll es mobile Impfteams geben, die beispielsweise Hausbesuche bei jenen machen, die nicht mehr mobil sind – zum Beispiel in Altenheimen.

Ist das Impfzentrum nur für Zweibrücker zuständig?
Nein. Nach Absprache mit dem Landkreis Südwestpfalz wird das Zweibrücker Impfzentrum auch die Bürger der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land versorgen. Alle anderen Bewohner des Landkreises werden dem Impfzentrum in Pirmasens zugewiesen.

Wie viele Personen können dort täglich ihre Impfung erhalten?
Der Leiter des Gesundheitsamts des Landkreises Südwestpfalz, Heinz-Ulrich Koch, geht davon aus, dass in einer sogenannten Impfstraße pro Stunde zwischen zehn und zwölf Personen geimpft werden können. Im Januar, ergänzte OB Wosnitza, könnte eine zweite Impfstraße in Betrieb gehen. Hintergrund ist, dass die aktuellen Corona-Impfstoffe zweifach verabreicht werden müssen. Deshalb werden direkt zwei Impftermine vergeben.

In welchem zeitlichen Abstand ist eine Impfung erforderlich?
Koch betonte, dass es aktuell sieben Impfstoff-Kandidaten von unterschiedlichen Firmen weltweit gibt. Je nach Impfstoff liegt die Zeitspanne zwischen den Impfungen bei 20 bis 28 Tagen.

Wie ist der Ablauf in der Impfstraße geplant?
Der zu Impfende meldet sich wie beim Hausarzt beim Empfang und kommt dann in einen Wartebereich. Im Anschluss führt ein Arzt ein Aufklärungsgespräch und überprüft beispielsweise, ob die Person aufgrund ihrer aktuellen gesundheitlichen Verfassung geimpft werden darf. Im Anschluss wird sie vom medizinischen Personal geimpft – der stark gekühlte Impfstoff wird vor Ort mit Kochsalzlösung gemischt – und wird sich dann zur Beobachtung noch einige Zeit im Impfzentrum aufhalten.

Muss ich mich impfen lassen?
Nein, es gibt keine Impfpflicht. Unter anderem der Deutsche Ethikrat erarbeitet derzeit, welche Personengruppen mit Blick auf die Impfungen Priorität haben. Koch betonte am Freitag, dass die derzeitigen Impfstoffe nicht für Kinder (bis 18 Jahre) geeignet seien.

Wie werden die Termine koordiniert?
Oberbürgermeister Marold Wosnitza schilderte, dass es eine zentrale Terminvergabe über eine Online-Plattform sowie ein Info-Telefon geben soll. Dies werde vom Land gesteuert. „Die Menschen erhalten nach der Terminvereinbarung ein Schreiben beziehungsweise eine E-Mail, das/die sie dann im Impfzentrum vorlegen“, so Wosnitza. In diesem Schreiben werden auch Infos zu den Impfstoffen enthalten sein.

Wer betreibt das Impfzentrum?
Es handelt sich um eine kommunale Einrichtung und wird von der Stadt betrieben. Koordiniert wird das Impfzentrum von Matthias Freyler. Der ausgebildete Rettungsassistent ist bei der Feuerwehr angestellt und war unter anderem 2015 bereits in der Flüchtlingshilfe am Flughafen aktiv.

Wer übernimmt die Kosten?
Laut Wosnitza wird das Land einen Großteil der Kosten tragen. Die Stadt werde zusätzliches Personal für die Verwaltung und Organisation einstellen – möglich seien Stand jetzt bis zu vier Stellen.

Koordiniert die Arbeit im Impfzentrum: Matthias Freyler.
Koordiniert die Arbeit im Impfzentrum: Matthias Freyler.
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