Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Zweibrücker Handballer: „Wir wissen, dass wir uns steigern müssen“

Philipp Hamman iste ine Stütze des SV 64.
Philipp Hamman iste ine Stütze des SV 64. Archivfoto: Marco Wille

Nach der fast perfekten Vorrunde mit nur einer Niederlage und 14 Siegen, möchten die Oberliga-Handballer des SV 64 Zweibrücken am Samstag erfolgreich in die Rückrunde starten (Anwurf: 18 Uhr, Ignaz-Roth-Halle). Im Spitzenspiel gegen die VTV Mundenheim möchten die Zweibrücker ihre weiße Heimweste verteidigen. „Wir wollen mit unseren Fans noch einmal eine tolle Handball-Party feiern“, gibt SV-Kapitän Philipp Hammann die Devise aus.

Seit Saisonbeginn ist Hammann Kapitän bei den 64ern. „Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich mal Kapitän des SV werde und dass wir dann auch in meiner ersten Saison als Kapitän so eine erfolgreiche Hinrunde spielen, hätte ich es nicht geglaubt“, bekennt der 24-Jährige.

Hammann diesmal ohne Alt

Seine Rolle als Kapitän interpretiert Hammann, der aus Niederwürzbach stammt, mittlerweile in Zweibrücken wohnt, nicht als Lautsprecher der Mannschaft. Ansprechpartner für die Mannschaft sein, sich intensiver mit Trainer Stefan Bullacher austauschen, „das ist meine Aufgabe“, sagt der Maschinenbaustudent, der sein Studium im Sommer abschließen wird. Bei der Firma TLT Turbo in Zweibrücken ist er zudem als Werkstudent beschäftigt.

Dass die Zweibrücker vergangenen Samstag in Budenheim zum ersten Mal in dieser Runde als Verlierer vom Platz gingen, „löst keinen größeren Redebedarf aus. Wir wissen, dass wir nicht unsere beste Leistung geboten haben“, sagt der Linkshänder, der auf der rechten Außenbahn sehr zuverlässig seine Chancen nutzt. Dass mit Tobias Alt sein angestammter Partner für die rechte Außenbahn zurückkam, „ist perfekt. Wir harmonieren richtig gut. Jeder weiß, dass er seine Einsatzzeiten bekommt, und jeder weiß, dass er, wenn er auf dem Platz steht Vollgas geben kann, weil er auch die notwendigen Verschnaufpausen bekommt“, meint Hammann. Aktuell ist Alt aber verletzt, muss gegen Mundenheim passen. Deshalb waren es Schrecksekunden, als Hammann in Budenheim einen Schlag auf den Daumen abbekam, geraume Zeit auf der Bank saß, bis der Schmerz wieder nachließ. „Alles wieder okay“, sagt er.

Hinspiel gewannen die Zweibrücker

Der 21:20-Hinspielerfolg der Zweibrücker in Mundenheim war die Basis für die hervorragende SV-Hinrunde. Zwischen Kapitän Hammann und Trainer Bullacher gab es vor dem Spitzenspiel einen regen Austausch. „Wir wissen, dass wir uns klar steigern müssen, um gegen Mundenheim zu gewinnen“, sagt Hammann. Bullacher bestätigt: „Die Leistung, die wir in Budenheim gezeigt haben, reicht nicht“. Denn Mundenheim, da sind sich beide einig, ist ein Top-Team der Liga. „Die hatten einfach ein bisschen Pech“, verweist Bullacher auf die knappen Niederlagen der Mundenheimer gegen den SV, beim Tabellenzweiten Saulheim und beim Dritten Budenheim.

„Alle Spiele haben sie mit nur einem Tor Unterschied verloren“, sieht Bullacher einen Beleg für die Stärker der Mundenheimer, die mit einem Quäntchen mehr Glück besser positioniert sein könnten als Rang vier. „Das ist eine richtig gute Mannschaft“, weiß auch Hammann, dass Zweibrücken konzentriert in der Abwehr stehen muss und seine Chancen deutlich besser nutzen muss, um das letzte Spiel vor der Weihnachtspause zu gewinnen.

Ignaz-Roth-Festung

Vor allem sei die Mundenheimer Mannschaft als Team noch mal stärker geworden, seit Yannic Muth im Saisonverlauf in die Dritte Liga wechselte, sagt Bullacher. Als Team bestehen, muss am Samstag auch der SV. „Natürlich setzen wir wieder auf unsere großartigen Fans. Die sind einzigartig und manchen Punkt wert. Da wissen wir, was wir haben“, sagt Hammann mit Blick auf die zu erwartende tolle Stimmung, die die Ignaz-Roth-Halle erneut zur uneinnehmbaren Festung machen soll.

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