Handball
Zweibrücker Frauen gewinnen hitziges Duell bei HF Köllertal
„Der Sieg hätte klarer ausfallen können. Wir waren spielerisch das bessere Team“, sagte SV-Trainer Rüdiger Lydorf. Aber Köllertal, dass im halblinken Rückraum Yulia Kucerova (zehn Tore) und ihrer Rückraumkollegin Admira Zvekic (6) die gefährlichsten Angreiferinnen hatte, versuchte von Beginn an, den Gästen den Spielfluss zu nehmen. Nickeligkeiten und Diskussionen sorgten immer wieder für Unterbrechungen und eine leicht hitzige Derby-Atmosphäre. „Die Taktik ist zunehmend aufgegangen, wir haben uns etwas aus dem Tritt bringen lassen“, bilanzierte Lydorf.
Dabei hatte sein Team ab Mitte der ersten Halbzeit spielerisch und ergebnistechnisch Vorteile. „Richtig gut war unser Zweikampfverhalten“, war Lydorf mit der Einstellung seiner Abwehr zufrieden. Jeder Zweikampf sei angenommen worden. Zweibrücken, das nur beim 1:2 mal in Rückstand gelegen hatte, zog nach einer Auszeit der Köllertalerinnen von 6:6 auf 9:6 weg, baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf fünf Tore aus (15:10).
Mit wachsender Hektik schmolz der Vorsprung bis zum 21:20 (56.). „Das war noch mal kurz kritisch“, bestätigte Lydorf. Aber Köllertal schwächte sich selbst. Fabienne Hoffmann und Klara Schumacher mussten binnen 15 Sekunden auf die Strafbank. Marie-Luise Kiefer verwandelte den Strafwurf zum 22:20. Kucerova verkürzte noch auf 21:22, aber Lucie Krein machte mit ihrem achten und neunten Treffer den SV-Sieg perfekt.
So spielten sie
SV 64 Zweibrücken: Zahm, Huber (n.e.) - Schlicker (2), Krein (9/1), Frank (2) - Pfeifer (2), Zimmermann - Worm (1) - Dzialoszynski (2), Kiefer (3/3), Szabó (2), Wagner (1).