Handball
Zweibrücker Drittligist erwartet auch in Schwetzingen die „Einer-mehr-Variante“
Er verweist darauf, dass seine Mannschaft als Tabellensiebten, und den Elften, die HG, gerade mal drei Punkte trennen. Die Liga liegt, mindestens ab Platz fünf abwärts, leistungsmäßig sehr eng zusammen. Oftersheim/Schwetzingen, für das mittlerweile der frühere SV-Spieler Tim Schaller spielt, sei dafür ein gutes Beispiel. Der badische Drittligist „hat noch nicht einmal hoch verloren in dieser Saison. Die hatten bei ihrem punktemäßig schwachen Start keine spielerische Krise, sondern einfach eine Ergebniskrise“, resümiert Bullacher. Die haben die Oftersheimer mittlerweile beendet. Unter anderem entführte die HG bislang als einziges Team einen Punkt beim Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen II. Und es gelang ihnen, was dem SV misslungen war: Sie nahmen zwei Punkte aus Heilbronn mit. „Die haben also definitiv gerade einen guten Lauf“, unterstreicht Bullacher.
Bei den SV-Löwen sind vor der Partie in Schwetzingen mal wieder Zahlenspiele angesagt. Das fängt bei der Frage an, wie viele Spieler fit sind. Krankmeldungen flatterten diese Woche reichlich bei Bullacher ins Haus. Ein grippaler Infekt grassiert. Das Dienstagstraining musste komplett gestrichen werden. Positiv sei nur, sagte Bullacher, dass die Infekte sich zu Wochenbeginn bemerkbar gemacht hätten. Das lasse in der Regel darauf hoffen, dass am Samstag alle spielen können. „Mal abwarten, was bei wem geht“, so der SV-Trainer.
Hinspiel durch Würfe aufs leere Tore entschieden
Das zweite Zahlenspiel heißt 7:6. Auf diese Variante – den Torwart vom Feld nehmen, mit sieben Feldspielern agieren – setzt die HG am stärksten von allen Drittligisten in der Staffel F. Auch über lange Zeit im Hinspiel, das das SV-Team – völlig verdient – zu Hause mit 28:26 für sich entschied. „Dass die HG so stark auf diese Variante setzt, war damals für uns der Matchwinner“, erinnert sich Bullacher. Denn die SV-Abwehr hatte sich perfekt darauf eingestellt und eine starke Leistung geboten. „Am Ende waren es unsere erfolgreichen Würfe ins leere HG-Tor, die uns die zwei Punkte bescherten“, sagt Bullacher.
Seine Truppe war im Hinspiel kurz vor der Halbzeit so richtig drin im Spiel, führte sieben Minuten vor Abpfiff mit vier Toren. Den wichtigen Treffer zum 27:23, der die Weichen auf Sieg stellte, hatte Spielmacher Tim Götz erzielt. Aber dass die HG nie aufgibt, zeigte sich in den Folgeminuten dieses spannenden Schlagabtausches. Auf 26:27 verkürzten die Gäste, ehe Philipp Kockler alles klar machte.
Wochenende darauf Nachholspiel in Saarlouis
Die Überzahlvariante hatte die Zweibrücker Defensive vergangenes Wochenende auch gegen Haßloch gut verteidigt und zu Treffern ins leere Tor genutzt. „Wäre schön, wenn uns das auch in Schwetzingen gelingt“, macht Bullacher deutlich, dass sein Team auf das taktische Mittel wieder vorbereitet ist. Wenn sein Team vor der Weihnachtspause noch einen Sieg feiern möchte, muss es seine Auswärtsschwäche überwinden. Denn nach Schwetzingen steht kommende Woche nur noch die Nachholpartie in Saarlouis auf dem Spielplan.