Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Zweibrückens Trainer Bullacher schaut Videos mit und ohne Wert

Stefan Bullacher schaut gerade mehr auf die eigene Mannschaft als auf den kommenden Gegner Offenbach.
Stefan Bullacher schaut gerade mehr auf die eigene Mannschaft als auf den kommenden Gegner Offenbach.

Videoanalyse gehört für Oberliga-Trainer zum Pflichtprogramm. Wie sinnvoll das ist, kann aber stark variieren. Das zeigt sich diese Woche bei den Oberliga-Handballern des SV 64 Zweibrücken. Denn die Analyse des ersten Saisonspiels des TV Offenbach, bei dem die Zweibrücker am Sonntag, 18 Uhr, zu Gast sind, ist ein Muster ohne Wert.

„Natürlich habe ich Video geschaut“, sagt SV-Trainer Stefan Bullacher. Echte Erkenntnisse über die Spielstärke der Offenbacher, die alle Experten unter den Top-Teams der Liga einsortieren, brachte die Betrachtung aber nicht. Offenbach musste bei der HSG Eckbachtal ran. Dort wird ohne Harz gespielt, Offenbach verlor. „Wenn das Video eine Erkenntnis gebracht hat, dann die, dass es schlicht wettbewerbsverzerrend ist, wenn in einer Liga mit und ohne Harz gespielt werden darf. Aber die Erkenntnis ist ja nicht neu“, sagt Bullacher.

Und so bereitet er sein Team auf den heißen Auswärtsauftakt in der Hölle Süd, wie die Halle in Offenbach genannt wird, anhand ganz anderer Kriterien und Erkenntnisse vor. Offenbach ist ein seit Jahren eingespieltes Team, das sich von Saison zu Saison gesteigert hat. Zwei Brüderpaare – Philipp und Sebastian Mohra sowie Niklas und Lukas Klein – haben großen Anteil am TVO-Erfolg. Wobei sich Niklas Klein immer stärker in den Vordergrund spielt, auch beim Muster-ohne-Wert-Spiel in Eckbachtal der beste Schütze war.

Bullacher sieht TV Offenbach als Favorit fürs Spiel in der Hölle Süd

Mit Florian Pfaffmann steht ein erfahrener Keeper zwischen den Pfosten. „Wem das noch nicht genügt, der sei daran erinnert, dass die Offenbacher in der Vorbereitung die Drittligisten Mundenheim und Rhein-Neckar-Löwen II geschlagen haben. Das ist für uns die Richtschnur“, unterstreicht Bullacher. „Und es ist deren erstes Heimspiel, sie werden die Niederlage von Eckbachtal vergessen lassen wollen“, sieht Bullacher die Favoritenrolle beim TVO.

Das kann er ebenfalls durch eine Videoanalyse belegen – eine mit Wert. Der SV-Coach hat auch das Auftaktspiel seines Teams genau betrachtet und entscheidende Sequenzen zusammengeschnitten. Die belegen eindrucksvoll die Erkenntnis, mit der die Zuschauer die Halle verließen: Da ist noch ordentlich Luft nach oben. Vor allem bei der Chancenverwertung.

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