Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Zweibrücken: Zwei Teenies vor dem großen Sprung

Marika Oberle mit Pferd Locarno.
Marika Oberle mit Pferd Locarno. Foto: Daa

Pferdesport: Wenn am Freitag in südpfälzischen Zeiskam die deutschen Jugendmeisterschaften (DJM) der Reiter beginnen, sind zwei junge Springreiterinnen aus der Region mit dabei. Die Mittelbacherin Marika Oberle (RFV Zweibrücken) und die Homburgerin Charlotte Stuppi Käshofen) feiern ihr DJM-Debüt. Beide in der Children-Klasse der unter 14-Jährigen.

Zweibrücken/Zeiskam. Pferdewirtschaftsmeister Karsten Schäfer aus Käshofen bereitet die 13-jährige Marika Oberle und die zwölfjährige Homburgerin Charlotte Stuppi auf ihr erstes nationales Championat vor. Der 38-Jährige weiß, dass sie keine leichte Aufgabe vor sich haben: „Beide sind vom Reiterlichen noch nicht ganz so weit, dann kommt noch die Nervosität hinzu“, bemerkt er. „Beide müssten so viel Erfahrung haben, dass sie, wenn sie für die deutschen Jugendmeisterschaften (DJM) der Reiter (DJM) nominiert sind, einen M-Parcours reiten können“, sagt Schäfer. Zwei mittelschwere Springen am Freitag und Samstag müssen die U14-Springreiter absolvieren, die besten 20 qualifizieren sich dann für das Finale am Sonntagmorgen. „Wer die Nerven behält und sie bis zum letzten Tag unter Kontrolle hat, kann das Finale erreichen“, sagt Schäfer mit Blick auf das 39-köpfige Starterfeld.

Manuela Stuppi: „Das ging ruckzuck“

Charlotte Stuppi hat in dieser Saison mit ihrem Pferd Asterix einen fulminanten Aufstieg hingelegt. Platz sechs bei den Future Champions in Hagen, ein Ausrufezeichen beim Preis der Besten, das wurde in Warendorf wahrgenommen. Die junge Homburgerin wurde in den Bundesnachwuchskader berufen. „Das ging ruckzuck“, bemerkt Charlottes Mama Manuela Stuppi. Ihre Tochter profitiert von Asterix, einem leistungsbereiten, erfahrenen und international im Children-Bereich erfolgreichen Pferd. „Für uns ist das eine Beruhigung. Sie hat einen Sportkameraden, wo man denkt, er wird sein Bestes dazutun. Anders würde ich das als Mutter nicht aushalten“, ergänzt sie. In Hagen ist Charlotte im Frühjahr zum ersten Mal über 1,30 Meter gesprungen, belegte im Großen Preis den sechsten Platz. Ein toller Erfolg. „Reiterlich hat sich Charlotte unheimlich gemacht“, sagt Manuela Stuppi. Auch wenn Charlotte ein unerschrockenes Kind sei, wolle man es nicht übertreiben. „Wir brauchen ein gutes Grundgefühl“, betont sie. Die Vorbereitung auf die DJM stand unter keinem guten Stern, Asterix war sechs Wochen verletzt. „Letzte Woche Dienstag ist er zum ersten Mal wieder gesprungen“, erzählt sie und spricht mit Blick auf die DJM von einer Unwägbarkeit.

Marika Oberle: „Ich kann es noch gar nicht fassen“

Wenn Marika Oberle über ihre Nominierung spricht, strahlt sie immer noch. „Ich kann es noch gar nicht fassen, dass ich dabei bin“, erzählt die 13-Jährige. Sie hat sich mit dem achtjährigen Hannoveraner Locarno, von allen auf dem heimischen Rechentalerhof nur „Leo“ gerufen, für die DJM qualifiziert. „Mit ihm komme ich am besten klar, auf ihm fühle ich mich wohl, er gibt mir ein gutes Gefühl“, erzählt sie. Zwar lief es bei der Landesmeisterschaft nicht ganz rund und bei der Pfalzmeisterschaft hat sie den Titel mit Leo unglücklich verpasst, aber das Reiter-Pferd-Paar harmoniert. Regelmäßige Starts, Siege in der leichten und Platzierungen in der mittelschweren Klasse trugen dazu bei. „Seit fast drei Wochen trainiert sie jetzt mit Karsten Schäfer. „Das macht Spaß. Karsten hat mir bei den Wendungen viel erklärt, wie man die Distanzen besser reitet und wie man Wege verkürzen kann“, erzählt Oberle. Sie fährt mit einem guten Gefühl nach Zeiskam, am Wochenende hat sie mit Grafchristo in Einöd ein Erfolgserlebnis und gewann ein L-Springen. „Mein Ziel bei der DJM ist, dass ich zufrieden mit mir bin“, sagt sie.

Charlotte Stuppi mit Pferd Asterix.
Charlotte Stuppi mit Pferd Asterix. Foto: Daa
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