Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Zweibrücken: SV 64-Handballerinnen kassieren dritte Saisonniederlage

Lara Schlicker (hier beim Spiel egegn Mundheim im November) erzielte das 1:0 für die SV 64 Zweibrücken.
Lara Schlicker (hier beim Spiel egegn Mundheim im November) erzielte das 1:0 für die SV 64 Zweibrücken. Foto: Marco Wille

Handball: Gerne wären die Oberliga-Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken mit einem Sieg in die weihnachtliche Spielpause gegangen, aber Tabellenführer HSG Wittlich war am Samstag über 60 Minuten zu stark für die Zweibrückerinnen, die ihre dritte Saisonniederlage kassierten. 23:30 (12:13) unterlagen sie.

„Der Wittlicher Sieg geht absolut in Ordnung. Aber in der Höhe ist er deutlich zu hoch ausgefallen“, resümierte SV-Trainer Rüdiger Lydorf. Dass das Spiel so klar zu Gunsten der Wittlicherinnen ausfiel, die bestätigten, dass sie zu Recht an der Tabellenspitze stehen, war vor allem einem Wechsel im HSG-Tor geschuldet. In der 36. Minute brachte HSG-Trainer Thomas Feilen Giulia Wilhelmi für Hanna Scharfbillig.

„Giulia hat wirklich sehr stark gehalten, uns einige sehr gute Würfe weggenommen“, anerkannte Lydorf. Mit ihren Paraden hatte Wilhelmi maßgeblichen Anteil daran, dass der Spitzenreiter zwischen der 43. und 48. Minute spielentscheidend von 19:17 auf 23:17 wegzog.

Schwaches Unterzahl-Spiel

„In dieser Phase kam noch dazu, dass wir sehr oft in Unterzahl spielen mussten“, sprach Lydorf die Zwei-Minuten-Strafen an. „Ein Unterschied zwischen beiden Mannschaften war, dass das Wittlicher Überzahlspiel deutlich besser und erfolgreicher war als unseres“, bilanzierte der SV-Trainer.

Dabei hatte die Partie erfolgversprechend für die Zweibrückerinnen begonnen. Das 1:0 für den SV erzielte Lara Schlicker. Das war zuletzt immer ein Sieg-Omen gewesen. „Dieses Mal hat es leider nicht gereicht“, bedauerte Lydorf, dass der „Schlicker-Effekt“ ausblieb. Das war nicht zuletzt der offensiv ausgerichteten Wittlicher Abwehr geschuldet, die sich sehr gut auf das Eins-gegen-eins-Spiel der Zweibrückerinen eingestellt hatte.

Wittlich eilt davon

Mitte der ersten Halbzeit zog Wittlich durch zwei Treffer von Carla Schurich und einen Treffer der achtfachen Torschützin Nicole Packmohr auf 10:7 weg. Aber Zweibrücken packte die Qualitäten aus, die der Mannschaft eine insgesamt erfolgreiche Vorrunde beschert haben, kämpfte. Den 9:10-Anschlusstreffer erzielte Kim Pfeifer. Beim folgenden Siebenmeter machte Daphne Huber im SV-Tor Platz für Anezka Zuzankova. Die wehrte den Strafwurf ab und ermöglichte Laura Zägel zum 10:10 auszugleichen.

In der Folge waren es immer wieder die Wittlicherinnen, die vorlegten. Auch weil sie Annalena Frank, die nach ihrem verworfenen Siebenmeter zu Spielbeginn nie die nötige Sicherheit gewann, kaum eine Chance ließen, um durchzukommen. Zudem engte Wittlich Lucy Kreins Kreise deutlich ein. Levke Worm, die eine gute Partie spielte, verkürzte vor der Pause auf 12:13. Noch war alles offen.

Lücken in der Abwehr

Eine entscheidende Schwächung erfuhren die Zweibrückerinnen zu Beginn der zweiten Halbzeit. Lucie Krein musste zum zweiten Mal auf die Strafbank. Eine weitere Zwei-Minuten-Strafe hätte für sie das vorzeitige Spielende bedeutet. Deshalb konnte sie in der Abwehr nicht mehr so zupacken, wie zuvor. Die Lücken wurden etwas größer, das nutzten die Wittlicherinnen, um zu den entscheidenden Toren zu kommen. Zweibrücken schaffte es jetzt nicht mehr, sich noch einmal heranzuspielen.

So spielten sie

SV 64 Zweibrücken: Huber, Zuzankova (19. – 37.) – Schlicker (2), Krein (5/3), Frank (3) – Zägel (3), Wagner – Worm (7/2) – Zimmermann, Dzialoszynski (1), Pfeifer (1), Sohns (1)

Spielfilm: 7:7 (13.), 10:7 (17.), 10:10 (20.), 13:12 (Halbzeit), 19:17 (43.), 23:17 (48.), 27:20 (54.), 30:23 (Ende) , Siebenmeter: 7/5:6/5 – Zeitstrafen: 5:6 – Zuschauer: 100 – Schiedsrichter: Fellinghauer/Schmidt (Weisenau).

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