Zweibrücken
Zweibrücken: Der wachsame Riese
„Wenn ich für jedes Mal, wo Leute ein Foto von Chesma machen wollen, einen Euro bekäme, könnte ich mit meiner Frau schön essen gehen“, erzählt Paul Seibel lachend. Der Contwiger Gemeindearbeiter taucht mit dem imposanten Vierbeiner regelmäßig im Zweibrücker Stadtbild auf. Er möchte, dass sein Hund Umgang mit anderen Leuten und auch anderen Hunden hat. Frauchen Manuela ist dann eher diejenige, die für Feld-, Wald- und Wiesen-Ausflüge mit dem sanften Riesen zuständig ist. „Bei schlechtem Wetter muss man ihn untenrum mit dem Schlauch abspritzen“, nennt sie einen Nachteil des prächtigen schwarzen Fells.
Frauchen bürstet täglich 45 Minuten
Als Welpe kam Chesma in die Familie, er stammt vom Wiesbacher Züchter Andreas Pöche. „Der ist europaweit bekannt“, sagt Paul Seibel. Er sei froh, einen Hund aus so erfahrenen Händen zu haben. Denn mit Chesmas Vorgänger – einem braunen Neufundländer, der nicht aus Wiesbach kam – habe das Ehepaar schlimme Erfahrungen gemacht. Der Hund sei nicht gesund gewesen und früh verstorben. Mit dem treuen schwarzen Exemplar haben Seibels viel Freude, aber auch viel Arbeit. Das Bürsten des Hundes gehört für Manuela Seibel zu den täglichen Pflichten. „Da hat man schon eine dreiviertel Stunde zu tun“, berichtet sie.
Der Neufundländer als Titelhamster
Sein schmuckes Äußeres hat Chesma schon Titel bei Hundeschauen eingebracht, etwa in Luxemburg. Auch Deutscher Champion ist er geworden. „Das waren Junghund-Wettbewerbe“, sagt Paul Seibel, mittlerweile sei das Thema Ausstellungen etwas eingeschlafen. „Neufundländer sind Wasserhunde“, erzählt das Herrchen, Chesma schwimme gerne. „Wir gehen dafür nach Waldmohr zum Baggerweiher“, erzählt Seibel. Wie sich das Wasser des Schwarzbachs anfühlt, kennt der Hund auch. „Hier wohnt meine Familie, und ich bin ihr Bodyguard“, steht auf einem Schild am Seibelschen Anwesen, das Ehepaar betont die Wachsamkeit des Riesen. Auf der Speisekarte stehen für Chesma neben gehörig Fleisch auch Reis, Kartoffeln und Gemüse. Und er mag Haferflocken mit Honig“, sagt das Frauchen. Mit dem Übers-Maul-Lecken nach dem Essen klappe es nicht besonders. „Deshalb binde ich ihm das hier um“, erzählt Manuela Seibel und zeigt auf ein Lätzchen.