Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Zwei Ex-Spieler besiegeln Heimniederlage der VTZ Saarpfalz gegen Illtal

Mit der Einwechslung von Dominik Rifel (Mitte, rechts Kreisläufer Julian Kreis) lief es bei der VTZ Saarpfalz besser in Angriff
Mit der Einwechslung von Dominik Rifel (Mitte, rechts Kreisläufer Julian Kreis) lief es bei der VTZ Saarpfalz besser in Angriff und Abwehr.

Sechs Punkte wollte Oberligist VTZ Saarpfalz bis Rundenende noch holen, zwei davon gegen Illtal. Der Plan ging nicht auf, weil ein Rückkehrer gegen Ende zur Bestform auflief und ein zweiter entscheidende Nadelstiche setzte.

Unnötig! In diese Kategorie müssen die Oberliga-Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz erneut eine Heimniederlage buchen. Bis zur 50. Minute sah es am Sonntag gegen die HF Illtal nach zwei Punkten aus. Daraus wurde nichts. Denn in der Crunchtime behielten die Illtaler die Nerven. Mit 22:27 (12:12) unterlag die VTZ. Auch weil mit Illtals Torwart Yannic Klöckner und Thomas Jung zwei Ex-VTZ-Spieler in dieser Phase entscheidende Akzente setzten.

Glöckner gegen Klöckner hieß das Torhüter-Duell mal wieder beim Aufeinandertreffen der beiden Teams. Pascal Glöckner, im Pokal- und Hinspiel schon mit guten Leistungen überzeugend, durfte im VTZ-Tor von Beginn an ran. In der Summe der Paraden entschied er auch das Duell gegen Ex-VTZ-Torwart Yannic Klöckner, der jetzt das Illtaler Tor hütet, für sich: 14 gehaltene Bälle verzeichnete Glöckner, zehn Klöckner. Aber Illtals Keeper hatte halt an alter Wirkungsstätte fünf ganz entscheidende Paraden, als Illtal die Partie mit einem 8:1-Lauf vom 21:19 bis zum 22:27 in den letzten zehn Minuten drehte.

Emotionale Rückkehr für Torwart Klöckner

Sehr emotional, bekannte der 27-jährige Yannic Klöckner im Illtaler Tor, sei die Rückkehr für ihn. Gerade auch, weil es kommende keine eigenständige VTZ mehr geben wird. „Das war heute schon was Besonderes“, sagte er daher. Ein emotionaler Moment steht ihm auch im Juli bevor, dann wird er Papa. Ein Sohnemann wird es, das weiß er schon. „Die nächste Generation“, erklärte er lachend.

Die aktuelle Klöckner-Handball-Generation hatte in der Schlussminute viel Anteil daran, dass Illtal seine Negativserie von vier Niederlagen in Serie beendete. Im Angriff setzte Thomas Jung, der zu Saisonbeginn mit Klöckner von der VTZ nach Illtal gewechselt war, die entscheidenden Akzente: 24:21 Jung, 25:21 Jung. „Ein echter Jung“, bestätigte Galla nach dem zweiten, etwas verquer fallenden Treffer des Rückraumspielers. Solche Tore warf Jung mehrfach in der Westpfalzhalle. Dieses Mal für den Gegner der VTZ.

VTZ gibt laut Galla gegen Ende Spielidee auf

„Wir sind leider wieder in unser altes Muster zurückgefallen. Als es darauf ankam, haben wir unsere eigentliche Spielidee aufgegeben, nicht breit genug gespielt. Irgendwie wollte fast jeder was probieren“, analysierte VTZ-Trainer Marek Galla das Problem, das ein Dauerbegleiter der VTZ in dieser Saison ist.

Die VTZ war früh mit 2:7 in Rückstand geraten. Dirigiert von Max Mees, warf sich Illtal einen 7:2-Vorsprung heraus. Galla nahm eine Auszeit, brachte die Rückraum-Achse, die am besten funktioniert mit Tomas Kraucevicius, Dominik Rifel und Moritz Baumgart. Die Achse erzielte aber dieses Mal in Summe zu wenige Tore. Zudem wurde die Abwehr umgestellt, bei bestimmten Auslösehandlungen wurden Halbspieler frühzeitig eng gedeckt. Das bereitete Illtal Probleme und brachte der VTZ Ballgewinne. Die Belohnung: Nach 24 Minuten glich Robin von Lauppert per Strafwurf zum 9:9 aus. In der 28. Minute warf Julian Kreis die VTZ mit 12:11 in Führung. „Wenn wir in der Phase etwas cleverer spielen, können wir mit einem Vorsprung von drei Toren in die Kabine gehen“, haderte Galla ein wenig.

Illtaler Mees lenkt in Crunchtime klug das Spiel

Auch weil Max Mees zu dieser Zeit wegen einer Verletzung behandelt wurde. Dem Illtaler Spiel fehlte sichtlich der Kopf, bis Mees kurz vor der Crunchtime zurückkam. Zweibrücken führte in einem von Nickeligkeiten geprägten Spiel mit 19:17 (41.). Diesen Vorsprung verteidigte Torwart Pascal Glöckner spektakulär, als er mit Hechtsprung ein Empty-Net-Goal (ins leere Tor) verhinderte. „Hat leider nichts gebracht“, bedauerte er hinterher. Weil den wichtigen VTZ-Spielern in der Schlussphase die Körner fehlten und Yannic Klöckner das Illtaler Tor vernagelte.

So spielten sie

VTZ Saarpfalz: Glöckner - Kraucevicius (1), Belhadi, von Lauppert (8/6) - Graff (2), Groß (4) - Kreis (2) – Rifel (2), Baumgart (3), Michel

HF Illtal: Klöckner, Krumm (Siebenmeter) - Mees (5), Groß, Jung (3) - Laier (1), Jungblut (3) - Singh (3) – Herzig (1), Westrich (7/4), Zeyer (1), Pankuweit (3)

Spielfilm: 1:0 (3.), 2:2 (7.), 2:7 (11.), 9:9 (24.), 12:12 (Halbzeit), 19:18 (47.), 21:19 (50.), 21:25 (57.), 22:27 (Ende) - Zeitstrafen: 3:4 - Rote Karte: Zeyer (57., dritte Zeitstrafe) - Siebenmeter: 6/6 - 5/4 - Beste Spieler: Rifel - Mees - Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Müller/Albes (Nirstein).

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