Zweibrücken Zwei Drittel der Asylsuchenden kommen aus der Ukraine
In Zweibrücken leben – Stand Montag – 335 Asylbewerber, davon 215 Personen aus der Ukraine, die in den vergangenen vier Wochen nach Zweibrücken kamen. Darunter sind noch keine Zuweisungen aus den Aufnahmeeinrichtungen des Landes. Sozialamtsleiter Tim Edinger hofft, dass das Land nicht zu viele Asylsuchende schickt, wie er am Dienstag im Sozialausschuss sagte: „Wir haben schon viele, die auf privatem Wege zu uns gekommen sind.“ Normalerweise lebten in Zweibrücken um die hundert Asylsuchende. Diese Zahl könne deutlich steigen – wie 2015, als es 352 zum Stichtag 31. Dezember waren. Im Jahresverlauf seien es sogar teilweise über 500 gewesen, wie Edinger in seinem Jahresbericht erläuterte.
Wie sich das Jobcenter auf die Flüchtlinge aus der Ukraine vorbereitet, wollte Bernd Henner (SPD) von Geschäftsführerin Birgit Heintz wissen. „Sind Sie vorbereitet?“, fragte er. Vorbereitet ja, aber noch nicht zuständig, lässt sich Heintz’ Antwort zusammenfassen: Die Asylsuchenden aus der Ukraine würden derzeit von der Arbeitsagentur betreut – „das Arbeitsamt in der Kaiserstraße“ . Diese Aufgabe werde aber möglicherweise aufs Jobcenter – im rechten Teil des Polizeigebäudes in der Landauer Straße – übertragen. So sei es auch vor fünf Jahren geschehen, als viele Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan kamen. Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt habe angedeutet, dass diese Änderung kommt, berichtete Bürgermeister Christian Gauf von einem Besuch in Berlin, und er fand: „Das wäre gut. Beim Job-Center sind sie sehr gut aufgehoben.“ Die zusätzliche Aufgabe könne auch verhindern, dass Personal abgebaut wird: „Das wäre noch mal ein Argument zu sagen, ,Ich brauche die Menschen, die jetzt an Bord sind’“, sagte Heintz.